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Gluehen Hitze

Autor Nachricht
Verfasst am: 12. 03. 2017 [06:10]
Birgit66
Dabei seit: 05.02.2017
Beiträge: 107
Guten Morgen Tulpe,

das von Dir beschriebene Gefühl kenne ich gut - bei meinem ersten im Frühjahr 2016 diagostizierten Schub, begann es auch mit Bizzeln, Taubheit - da habe ich noch gedacht es könnte vom Rücken kommen. Da kam das Brennen der Haut dazu, dass sich immer mehr ausgebreitet hat (- erst am Bein und dann zog es langsam nach Oben bis es zum Schluß die ganze rechte Körperhälte betroffen hat - insbesondere im Gesicht und ums Auge fand ich es echt unangenehm - da war ich aber schon in Behandlung)

Durch das Brennen habe ich gespürt, dass es etwas Anderes ist, der Neurologe bei dem ich wegen Epilepsie in Behandlung bin, hat dann entsprechende Untersuchungen für die vollständige Diagnostik eingeleitet und über KIS hatte ich dann recht schnell nach einem 2. Schub die MS Diagnose im Spätsommer 2016.

Pregabalin habe ich auch mal eine Weile genommen. In der niedrigen Dosierung hat es bei mir auch nur mäßig geholfen. Eine höhere Dosis wollte ich nicht, da mich die niedrige schon zusätzlich müde und so matschig im Kopf gemacht hatte. Davon mehr wollte ich nicht, da mich das psychisch negativer beeinträchtigt hätte als das nervige Brennen.

Nach einiger Zeit, veränderter innerer Haltung zur Krankheit (von Angst zur Akzeptanz), besserer Selbstfürsorge hat sich das Brennen wieder zurückgebildet. Manchmal taucht es auch mal wieder auf - meist habe ich dann nicht gut auf meine Grenzen geachtet oder brüte irgendeinen Infekt aus. Somit nehme ich es aktuell als Indikator für meine Grenzen oder deren Überschreitung und schalte einen Gang runter.

Zur besseren Selbstfürsorge gehört auch, dass ich bewußt versuche gesünder zu essen, aber ohne irgendwelche besonderen Einschränkungen (laß mir doch nicht von meiner MS Tante Else/Elisa (bildlich eine ältere Version der Nasenbärin aus Paulchen Panther - die hat auch überall ihre Nase reingesteckt - hatte aber eher für sie negative Folgen...).

Ansonsten versuche ich, dass mein Vitamin D Spiegel gut ist und habe auch begonnen R-Alpha Lipon Säure zu nehmen.

Wünsche Dir gute Besserung und dass Du das Brennen "löschen" kannst.

Sonnige Grüße und einen schönen genußvollen Sonntag

Birgit
Verfasst am: 12. 03. 2017 [06:26]
Annabella
Themenersteller
Dabei seit: 25.02.2017
Beiträge: 11
Guten Morgen

Danke für Eure Nachricht.Ich wollte mich hier schon abmelden, da ich so merkwürdige Antworten vorher bekommen habe, als sei ich ein eingebildeter Kranker

Bei mir ist das Brenn auch an der Wirbelsäule und genau wie ein glühender Strang fühlt es sich an.

Und der ganze Bauch fühlt sich heiss an und nachts schwitze ich wie verrückt.Am Montag habe ich einen Termin bei einem MS Spezialisten.Im KH wurde mir nichts verordnet, obwohl Diagnosen vorlagen die wie auch mein Neurologe sagt alles auf eine MS hindeutet.Leider war er in Urlaub als ich so schwer krank wurde.

Zusätzlich habe ich noch einen Termin Anfang Januar in der Uniklinik Bonn bekommen.
Weil ich seit 2014 taube Zehen bekommen hab, und seitdem auf der Suche nach dem Grund

Der Klinikaufenhalt in einer Neurologischen Klink machte alle Untersuchungen, aber ohne Medikamente zu verordnen.Das war Karneval
Dann wurde es als ich Zuhause war immer schlimmer.Ich dachte ich verglühe
Der Hammer war das ich im zweiten KH nach einem MRT der BWS ohne Befund schnell nach Hause geschickt wurde, weil sie an mir nicht mehr verdienen konnten.

Und das schlimmste war das ich als psychosomatisch eingestuft wurde.

Mein Glühen und sämtliche Befunde aus der ersten Klinik wurden missachtet, damit sie schnell ein Bett frei haben konnten für eine neue Patientin.


Das war eine so schlechte Erfahrung für mich.Ich habe so geweint.Ich bin froh das ich so zwitnah den Termin am Montag habe.Ich bin arbeitunfähig zurzeit.
Es geht mir ein wenig besser, weil ich merke das ich mehr Kraft habe.

Schade ist ja das hier wohl einige Leute meinen sie wären Arzt und geben ihre Befunde ab.
Ich habe mich sehr über die vorherigen Nachrichten geärgert.

Gruß Wintherasche
Verfasst am: 12. 03. 2017 [09:55]
Tulpe2017
Dabei seit: 18.02.2017
Beiträge: 214
Liebe Winterasche,
ich wünsche dir gute Besserung und dass dir beim MS-Spezialisten geholfen werden kann! icon_smile.gif



"Birgit66" schrieb:

Guten Morgen Tulpe,

das von Dir beschriebene Gefühl kenne ich gut - bei meinem ersten im Frühjahr 2016 diagostizierten Schub, begann es auch mit Bizzeln, Taubheit - da habe ich noch gedacht es könnte vom Rücken kommen. Da kam das Brennen der Haut dazu, dass sich immer mehr ausgebreitet hat (- erst am Bein und dann zog es langsam nach Oben bis es zum Schluß die ganze rechte Körperhälte betroffen hat - insbesondere im Gesicht und ums Auge fand ich es echt unangenehm - da war ich aber schon in Behandlung)

Durch das Brennen habe ich gespürt, dass es etwas Anderes ist, der Neurologe bei dem ich wegen Epilepsie in Behandlung bin, hat dann entsprechende Untersuchungen für die vollständige Diagnostik eingeleitet und über KIS hatte ich dann recht schnell nach einem 2. Schub die MS Diagnose im Spätsommer 2016.

Pregabalin habe ich auch mal eine Weile genommen. In der niedrigen Dosierung hat es bei mir auch nur mäßig geholfen. Eine höhere Dosis wollte ich nicht, da mich die niedrige schon zusätzlich müde und so matschig im Kopf gemacht hatte. Davon mehr wollte ich nicht, da mich das psychisch negativer beeinträchtigt hätte als das nervige Brennen.

Nach einiger Zeit, veränderter innerer Haltung zur Krankheit (von Angst zur Akzeptanz), besserer Selbstfürsorge hat sich das Brennen wieder zurückgebildet. Manchmal taucht es auch mal wieder auf - meist habe ich dann nicht gut auf meine Grenzen geachtet oder brüte irgendeinen Infekt aus. Somit nehme ich es aktuell als Indikator für meine Grenzen oder deren Überschreitung und schalte einen Gang runter.

Zur besseren Selbstfürsorge gehört auch, dass ich bewußt versuche gesünder zu essen, aber ohne irgendwelche besonderen Einschränkungen (laß mir doch nicht von meiner MS Tante Else/Elisa (bildlich eine ältere Version der Nasenbärin aus Paulchen Panther - die hat auch überall ihre Nase reingesteckt - hatte aber eher für sie negative Folgen...).

Ansonsten versuche ich, dass mein Vitamin D Spiegel gut ist und habe auch begonnen R-Alpha Lipon Säure zu nehmen.

Wünsche Dir gute Besserung und dass Du das Brennen "löschen" kannst.

Sonnige Grüße und einen schönen genußvollen Sonntag

Birgit


Hallo Birgit,
genauso war es bei mir, jeder dachte Brennen, Kribbeln u Taubheitsgefühle kommen vom Rücken (tun sie evtl. auch, ich habe grad leider noch zusätzlich mehrere Bandscheibenvorfälle).

So wurde eher zufällig und sehr schnell die Diagnose MS gestellt und ich kämpfe da noch ein bisschen mit ....

Vor allem kämpfe ich mit dem "langsamer machen" und "eigene Grenzen rechtzeitig akzeptieren" *rotw*

Da ich ja noch krankgeschrieben bin, sind die NW von Pregabalin jetzt nicht sooo schlimm für mich, und vor allem brauche ich dadurch von anderen Schmerzmedikamenten weniger.

Mein Hausarzt und ich tasten uns da grade langsam an die Kombi ran, die für mich funktioniert. icon_smile.gif

LG von der Tulpe
Verfasst am: 12. 03. 2017 [10:55]
Birgit66
Dabei seit: 05.02.2017
Beiträge: 107
Guten Morgen Wintherasche,

wenn ich nicht falsch gelesen habe, hast Du in Deinem ersten Eintrag zwar Deine Symptome beschrieben aber auch geschrieben, dass Du aus dem Krankenhause ohne (gesicherte Diagnose) entlassen worden bist.

Bei mir war das nach der Lumbalpunktion (in neurologischer Klinik) mit positiven oligonalen Banden und dem vorher vom Neuroloen veranlaßten MRT mit einer Entzündung in der HWS, MRT vom Kopf zeigte keine akute Entzunungen, ein paar kleine alte Läsion sonst nichts. Das ist zwar ein Hinweiß in Richtung MS aber keine gesicherte Diagnose. Dann hat mich mein Neurologe in einer spezielle MS Sprechstunde an der Uniklinik überwiesen, da die sich auf das Thema spezialisiert haben. Die haben mir dann gesagt, dass sie vermuten das es ein Klinisch isoliertes Syndrom ist (KIS) und wir haben besprochen welche Medikamente es da gibt (nur wenige MS Medi´s haben dafür eine Zulassung) Sie haben auch gesagt, dass diverse andere Blutuntersuchungen gemacht werden müssen, um andere ähnliche Symptome machende Krankheiten auszuschließen. Nachdem das ausgeschlossen wurde hatte ich die Diagnose KIS und erst nach dem 2. Schub die Diagnose schubförmige MS.

Klar sind das am Anfang viele Infos, Du hast Schmerzen und vielleicht auch große Angst und vermutlich hätten Dir die Ärzte das besser erklären können/sollen, aber bei mir hat die Klinik auch nichts von MS gesagt. Erst beim 2. MRT hat mich die Radiologieassistentin gefragt ob ich schon lange MS hätte, da bin ich fast vom Tisch gefallen
und habe dann meinen Neurologen gefragt, da mir da dann klar wurde was für Diagnosen im Raum stehen könnten.

Er hat mich dann ausfühlrlich aufgeklärt, hat mich in die MS Sprechstunde geschickt, alle anderen Test gemacht weil wie schon gesagt müssen erst diverse andere Erkrankungen sicher ausgeschlossen werden - denn es gibt auch ein paar Erkrankungen, die zwar nicht schön aber gut behandelbar sind und keine chronische Erkrankung sind.

Die neurologische Klinik hat mich nach der Lumbalpunktion auch ganz schnell entlassen, da ich als Notfall auf einer Akutstation war und die Betten für Notfälle gebraucht wurden bei denen es um z.T. lebensbedrohliche Erkrankungen geht und das Bett gebraucht wurde.

Vielleicht solltest Du Dir das mal überlegen, dass falls tatsächlich MS als Diagnose am Ende steht, Deine Beschwerden zwar beschissen und heftig sind, Du vielleicht Angst hast - aber an MS stirbt man nicht! Also die Ärzte haben so wie Du das geschrieben hast medizinisch offensichtlich alles Notwenige gemacht (Aufklrung hätte besser sein können - aber vielleicht wollten sie das auch lieber Deinem behandelnden Arzt überlassen, der Dich besser kennt und es Dir vielleicht besser näher bringen kann).

Und bevor du die Ärzte und uns hier im Forum in dieser Weise kritisierst Dir vielleicht diesbezüglich mal den einen oder anderen selbstkritischen Gedanken machen, denn diese negative Energie tut DIR auf Dauer bestimmt nicht gut.

Ich bin übrigens eine von denen die Du kritisiert hast (Alex51) habe mich umbenannt weil es im Tagesecho zwei Birgit´s gab und es so einfacher mit dem Schreiben ist und was die Antworten von Susaen betrifft, bin ich persönlich über ihre fundierten Antworten immer dankbar.

Wenn fundierte Antworten von Dir als von Menschen beschrieben werden, die sich für Ärzte sich für Ärzte halten finde ich das mehr als ungerecht. Denn entweder haben solche Kommentare tatsächlich einen medizinisch ausgebildeten Background oder sie kommen von MS Patienten, die sich mit der Krankheit schon länger auseinandergesetzt haben und somit durch eigene leidvolle Erfahrung ein entsprechendes medizinisches Wissen haben.

So, dass ist jetzt nur meine Sichtweise der Dinge als MS Betroffene. Ich antworte Dir gerne auch zukünftig, wenn ich was unterstützendes beitragen kann - aber das tue ich nur, wenn Deine Einträge hierim Forum einen etwas "netteren Ton" haben. Ich halte mich durchaus für eine reflektierten selbstkritischen Menschen, der mit berechtigter Kritik anderer auch umgehen kann. Du kannst natürlich weiterschreiben wie Du möchtest, aber wenn das so bleibt wie bisher werde ich nicht mehr antworten.

Evtl. hat sich mein Text jetzt mit anderen überschnitten - mußte aber eine Schreibpause machen, da ich eine Freundin notfallmäßig mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall zum ärztlichen Notdienst gefahren habe und es hat etwas gedauert bis ich sie nach Untersuchung, Medikamente holen usw. wieder nach Hause gebracht hatte.

Wünsche Dir einen einigermaßen erträglichen Sonntag und einen guten aufklärenden Arzttermin Morgen.

Sonnige Grüße

Birgit
Verfasst am: 12. 03. 2017 [17:27]
Annabella
Themenersteller
Dabei seit: 25.02.2017
Beiträge: 11
Danke fuer Eure Hilfe

Da es mir nicht gut geht zurzeit,ist es klar wenn hier im Forum jemand alle meine Fragen derart abtut,als sei ich an einem Infekt erkrankt,oder dieses Gluehen gaebe es nicht und ich haette keine MS,sonst haette man mir das gesagt.

Desweiteren wurde von Susaen behauptet man bekaeme keine MS Schuebe von Hitzeeinwirkung

Ich denke,liebe Birgit,Du solltest mL ueberdenken wie es einem dann geht.....noch schlechter.

Man sucht ja doch nach Hilfe.
Die Antworten von allen anderen waren mir eine grosse Hilfe.

Ich muss mich jetzt nicht rechtfertigen wenn ich das mit Susaen anmerke

Ich moechte keine Antwort mehr von ihr haben
Ich habe mich danach sehr schlecht gefuehlt.

Ich werde Morgen weitersehen.
Heute ging es mir sehr schlecht,und ich habe Angst vor der naechsten Nacht.

Alles ist anstrengend.Ich gluehe wie eine Waermflasche,und bin furchtbar muede.

Wenn das ein Infekt waere,dann haette ich den seit mitte Januar.

Ich hatte meine erste Sehnerventzuendung schon 2001.

Da war ich auf einem Auge ca 7Std halbblind
Milchglasscheibe

Aber das habe ich ja alles schon berichtet

Danke bis bald


Ich war so schlecht dran das ich tagelang hier nicht schreiben konnte
Ich war zu schwach ,um mich hier zurecht zu finden,obwohl sonst nur mit PC zu tun habe

Jetzt habe ich wieder mehr....im Koepfchen

Ihr koennt da bestimmt mitreden

Und da braucht schon etwas
Hilfe und

Aber wer zwischen den Zeilen lesen kann versteht das






Verfasst am: 12. 03. 2017 [17:28]
Annabella
Themenersteller
Dabei seit: 25.02.2017
Beiträge: 11
Danke fuer Eure Hilfe

Da es mir nicht gut geht zurzeit,ist es klar wenn hier im Forum jemand alle meine Fragen derart abtut,als sei ich an einem Infekt erkrankt,oder dieses Gluehen gaebe es nicht und ich haette keine MS,sonst haette man mir das gesagt.

Desweiteren wurde von Susaen behauptet man bekaeme keine MS Schuebe von Hitzeeinwirkung

Ich denke,liebe Birgit,Du solltest mL ueberdenken wie es einem dann geht.....noch schlechter.

Man sucht ja doch nach Hilfe.
Die Antworten von allen anderen waren mir eine grosse Hilfe.

Ich muss mich jetzt nicht rechtfertigen wenn ich das mit Susaen anmerke

Ich moechte keine Antwort mehr von ihr haben
Ich habe mich danach sehr schlecht gefuehlt.

Ich werde Morgen weitersehen.
Heute ging es mir sehr schlecht,und ich habe Angst vor der naechsten Nacht.

Alles ist anstrengend.Ich gluehe wie eine Waermflasche,und bin furchtbar muede.

Wenn das ein Infekt waere,dann haette ich den seit mitte Januar.

Ich hatte meine erste Sehnerventzuendung schon 2001.

Da war ich auf einem Auge ca 7Std halbblind
Milchglasscheibe

Aber das habe ich ja alles schon berichtet

Danke bis bald


Ich war so schlecht dran das ich tagelang hier nicht schreiben konnte
Ich war zu schwach ,um mich hier zurecht zu finden,obwohl sonst nur mit PC zu tun habe

Jetzt habe ich wieder mehr....im Koepfchen

Ihr koennt da bestimmt mitreden

Und da braucht schon etwas
Hilfe und

Aber wer zwischen den Zeilen lesen kann versteht das






Verfasst am: 12. 03. 2017 [21:02]
Birgit66
Dabei seit: 05.02.2017
Beiträge: 107
Hallo Wintherasche,

hier hat keiner gesagt, dass Du keine MS hast oder Dir die Symptome nur "einbildest" - Du hast bisher noch keine gesicherte MS Diagnose.

Was Susaen vermutlich meinte mit "Sauna löst keinen Schub aus" - das Wärme an und für sich keinen Schub auslöst. Es kann aber sein, dass bereits vorhandene Symptome durch Wärme schlimmer werden. Letzten Sommer hat mir die Hitze total viel ausgemacht und die Symptomatik verstärkt. In diesem Winter war an der Ostsee Urlaub machen und hatte bei der Ferienwohnung Saunabenutzung inclusive. Habe es ausprobiert - habe es prima vertragen und bin in den zwei Wochen fast täglich gewesen. Je nach Tagesform mal nur einen Durchgang mal zwei. Nur Aufguß (feuchte Wärme hat mir Kreislauf mäßig nicht so gut getan) war zumindest in diesem Urlaub nix für mich. Da ich die Sauna zur alleinigen Nutzung hatte, konnte ich das aber bestimmen sowie entscheiden auf welcher Ebene ich mich wohlgefühlt habe.

In meinem Erstbericht der MS Ambulanz stand:

"Klinisch isoliertes Syndrom (KIS) im Rahmen einer möglichen MS (HWS MRT gab es einen endzündlichen Herd, Lumbalpunktion: Liquor 10 Zellen grenzwertiges Eisweiß (50mg/dl bei oberen Referenzwert 45mg/dl), patholog. erhöhtem Albiumquotienten, Schrankenfunktionsstörung und positiv oliklonalen Banden. Die intrathekale Röteln-Ak-Synthese war positiv. Es fanden sich keine IgG-AK für - Borrelien - im Liquor. Im durchgeführten Schädel MRT einzelne kleinste gliöse Läsionen im periventrikulären Marklager.

"Mangels inkompletter Ziel- und Ausschlußdiagnostik können wir zur Reabilität der Diagnosefindung naturgemäß keine Aussage treffen."

Um dies tun zu können brauchen sie:

"Röntgen-Thoraxaufnahmen mit der Frage nach sarkoidosetypischen Veränderungen, Bestimmung der MEP, SSEP, VEP, AEP, Labordiagnostik incl. BSG, CRP, VitB12, C3, Rheumafaktor, pANCA, ANA, DS-DNS-AK, ACE, Aquaporin4-AK und Antiphospholipid-AK, Lupus-Antikoagulans, Lues und HIV-Serologie."

"Sollte die differentialdiagnostik keine wegweisenden Befunde ergeben und die Ziel-Diagnostik somit einer MS vergleichbare Ergebnisse liefern, wäre in Zusammenschau der Befund von einem klinisch isolierten Syndrom im Rahmen einer möglichen MS auszugehen.Der zeitliche Abstand zwischen den beiden berichteten Symtomen betrug weniger als ein Monat. Somit ist von einem einzelnen, oligosymptomatischen Schub auszugehen. Aufgrund der hinsichtlich schubverdächtigen Ereignisse leeren Vorgeschichte und der fehlenden asymptomatischen KM-aufnahme kann aktuell keine zeitliche Dissemination angenommen werden. Zudem dürfen frühere Schädel MRT´s, die vor der ersten klinischen Manifestation durchgeführt worden waren, nach aktuellen diagnostischen Kriterien nicht herangezogen werden, sodass streng genommen auch hinsichtlich der Anzahl der T2-Läsionen keine zeitliche Dissemination gegeben ist. Ein räumliche Dissemination ist aufgrund der berichteten Klinik anzunehmen."

"Somit kann nach aktuellen diagnostischen Kriterien (Polman et al. 2011) lediglich ein KIS im Rahmen einer möglichen MS festgestellt werden. Der Liquorbefund mit Pleozytose und pos. OKBs wären mit dieser Diagnose vereinbar."

"Unter Berücksichtigung der spinalen Läsion sowie der positiven OKBs sollte trotz insgesamt geringer zerebraler Läsionslast eine immunmodulatorische Basistherapie eingeleitet werden. Eine Therapie mit Interferonpräparaten raten wir aufgrund der vorbekannten Depression nicht an. Stattdessen empfehlen wir eine Behandlung mit Glatimeracetat (Copaxone)...."

Ist viel Fachchinesisch - ich habe mir damals die Mühe gemacht mal alles zu googeln, um zu wissen welche Erkrankung da zuerst sicher ausgeschlossen werden müssen bzw. was evtl. die vorhandene Symptomatik noch alles erklären könnte.

Da ich mich mit Copaxone (nach Ausschluß der Interferone) als einzig möglichen zugelassenen Medikamt nicht anfreunden könnte (3x pro Woche selbst Spritzen mit den möglichen Nebenwirkungen) und anfangs auch gehofft hatte "isoliert" könnte bedeuten, dass es nur 1x auftaucht und ich mit einem blauen Auge davon komme...

Nach Rücksprache mit meinem Neurologen habe ich dann ersteinmal nichts gemacht und wir schauen wie die Verlaufs MRT´s nach 6 Monaten (Schädel, HWS) sind. Gegen das monatelange Nachbeben des ersten Schub, der mit Cortison erst 5x1000mg und dann nochmal in der Klinik mit 3x1000mg behandelt wurde, habe ich Pregabalin verordnet bekommen. Zusätzlich habe ich mit einer Therapie begonnen, um die psychischen Auswirkungen, die die Diagnose KIS bei mir ausgelöst hat in den Griff zu bekommen, denn eins ist sicher - psychischer Streß und Angst verschlechtern die Symptome zusätzlich.

Na ja, ich sage für mich zum Glück kam im August der zweite Schub mit Beteiligung des Auges, wieder Brennen - dieses Mal an anderen Körüerstellen - die Entzündung saß dieses Mal in der BWS. Durch den zweiten Schub (zeitlicher und örtlich zwei Ereignisse) hatte ich dann die Diagnose schubförmige MS.

Ich sage zum Glück, da mich das der Akzeptanz der Krankheit ein großes Stück näher gebracht hat und durch die Diagnose jetzt alle Medikamente zur Auswahl standen - auch Tabletten! Nach einem zweiten Besuch bei der MS Ambulanz (zu dem ich eine Freundin mitgenommen habe - damit wir das Erklärte hinterher nochmal gemeinsam besprechen können - in der Aufregung/Betroffenheit überhört man/frau evtl. etwas), habe ICH mich nach einer Bedenkzeit und Rücksprache mit meinem Neurologen für eines der von der MS Ambulanz vorgeschlagenen Medikamente als Basistherapie entschieden und nehme seit Ende Oktober nun Tecfidera (womit ich sehr gut klar komme).

Du siehst es sind bei mir auch mehrere Monate mit z.T. sehr unangenehmen, schmerzhaften Symtomen, die Sehstörungen haben mir auch richtig Angst gemacht und einer psychisch sehr bescheidenen Zeit ins Land gegangen bis ich eine gesicherte Diagnose hatte und dann mußte/konnte ich mich noch entscheiden ob und welches Medikament ich nehmen will.

Auch bezüglich der Medikamenteneinnahme empfindet jeder mögliche Nebenwirkung als für ihn mehr oder weniger bedrohlich. Ebenfalls ist das Auftreten von Nebenwirkungen, die generelle Verträglichkeit und auch die Wirksamkeit sehr verschieden. Es gibt auch Betroffene, die sich geben Medikamente entscheidenund denen es damit gut geht.

Wie die Krankheit selbst ist der Umgang damit sooo unterschiedlich. Die Unsicherheit vor der Diagnose, die Anfangszeit mit der Diagnose verarbeitet auch jeder anders und bei manchen kommt auch eine ganz andere Diagnose am Ende raus - aber aus meiner sicht geht es immer um die Akzeptanz dessen was am Ende steht und den Umgang damit - den Umgang mit sich selbst, dem Leben, zu Lernen besser, fürsorglicher mit sich selbst umzugehen und in manchen Fällen auch mit seinen Mitmenschen - da verrutscht manchmal in der psychisch extrem belastenden Situation etwas die Perspetive - man fühlt sich angegriffen, unverstanden - obwohl es manchmal garnicht der Fall ist.

Wünsche dir eine gute Nacht und für Morgen beim Arzt alles Gute und das der Termin Dich weiterbringt.

Birgit


Verfasst am: 13. 03. 2017 [05:06]
Annabella
Themenersteller
Dabei seit: 25.02.2017
Beiträge: 11
Danke,liebe Birgit fuer Deinen ausfuehrlichen Bericht.

Jetzt erkenne ich vieles

Ich melde mich,wenn ich etwas neues erfahre.

Ganz liebe Gruesse




 

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