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Thema mit vielen Antworten

Sollte der Arbeitgeber von der MS wissen?!

Autor Nachricht
Verfasst am: 28. 10. 2015 [13:36]
Glückskind66
Dabei seit: 28.07.2014
Beiträge: 3778
Hallo zusammen,

grundsätzlich muß der AG ja nichts wissen. Nur ist es schwer, es wirklich geheim zu halten. Durch die Arztbescheinigungen, die ich gelegentlich vorlegen muß, weil ich sonst zu jeder Untersuchung Urlaub nehmen müßte, und durch die vom Tec verursachten sagenhaften Flushs ließ sich bei mir sowieso nicht verheimlichen, daß da was im Argen liegt.

Zum Glück gehöre ich zu denen, die einen gewissen Schutz des öD genießen dürfen, allerdings nur als Angestellte. Und wenn man weg soll, wird das an jedem Arbeitsplatz am Ende etwas. Und das auch mit dem sog. Kündigungsschutz. Das Integrationsamt fällt durchaus selten Entscheidungen zugunsten der Schwerbehinderten. Und damit ist sogar die Gleichstellung oft witzlos.

Viele Grüße
Marga
Verfasst am: 31. 01. 2016 [18:35]
Muddi
Dabei seit: 23.01.2016
Beiträge: 36
Hallo ihr Lieben !

Also als ich im November das erste Mal ins KH musste um den Verdacht auf Schlaganfall auszuschließen,war meine Vorgesetzte sehr besorgt. Ich bin zwar erst dreieinhalb Jahre dabei,war aber so gut wie nie krank.

Hatte zweimal eine Karpaltunnel OP . Ansonsten habe ich nie gefehlt und immer Überstunden gemacht.

Sie machte sich große Sorgen und nach meinem Aufenthalt im KH habe ich ihr von meinem Verdacht erzählt. Auch der Personalabteilung,welche ich ja Bescheid geben muss,wenn ich weiter krank bin.

Ich habe es nicht bereut. Als die Diagnose nach dem zweiten KH Aufenthalt durch die MS Ambulanz feststand,hatte sie mich gedrückt und sich gefreut,dass ich wieder da bin. Ich soll langsamer machen ...was ich noch lernen muss...und ruhig mal eine Pause mehr.

Ich bin froh darüber. Trotzdem fühle ich mich unter Druck und versuche durchzuziehen.

Unser großer Big Boss ist sehr menschlich. Kommt hin und wieder ins Lager. Neujahr wünscht er jedem persönlich ein frohes Neues.
Mittlerweile wissen es auch fast alle Kollegen. Was sie wirklich denken weiß ich nicht. Die meisten gehen super damit um.

Ich halte nichts von Geheimniskrämerei.
LG Muddi
Verfasst am: 15. 11. 2017 [14:54]
vera81
Dabei seit: 18.02.2014
Beiträge: 29
Hallo zusammen,

auch wenn das Thema schon länger ruht dachte ich, ich schreibe hier mal noch was.

Ich befinde mich auch gerade vor der schweren Entscheidung, ob ich es auf der Arbeit sage oder nicht.

Ich bin aktuell wegen einem Schub für 2 Wochen krank geschrieben und da munkeln meine Kollegen sicher schon ich arbeite im medizinischen Bereich).

Ich bin in diesem Jahr zum 2. mal wegen einem Schub krank geschrieben, davor hatte ich ein paar Jahre Ruhe. Einschränke tut mich nur manchmal das Fatique, aber nicht sehr stark..

Ich habe seit etwas über 11 Jahren MS und fast so lange arbeite ich auch in dieser Praxis. Eine direkte Kollegin weiß schon von Anfang an Bescheid und unser Geschäftsführer auch, ansonsten weiß es niemand.

Da bei uns jetzt eine Kollegin in Mutterschutz gegangen ist und auch erst mal niemand dafür eingestellt werden soll, ist der Stresslevel noch mal gestiegen, was ich auch mit für meinen aktuellen Schub verantwortlich mache.

Ich bin gerade hin und hergerissen ob ich es auf der Arbeit zumindest in der Abteilung und meinen direkten Chef erzähle, da ich nicht weiß, wie ich mit dem Getuschel zum meinem Ausfall umgehen soll und ich auch nur den Stress bis zu einem gewissen Grad aushalte.

Ich denke nicht, dass sich von meinem Chef viel verändern würde, der wird wahrscheinlich sein Mitgefühl ausdrücken und dann weiter machen wie bisher, aber ich erhoffe mir von meine Kolleginnen einen gewissen Grad an Verständnis, wenn ich mal nicht so kann....

Nunja, ich hab ja noch 1,5 Wochen zuhause vor mir, in der ich da noch versuchen kann eine Entscheidung zu treffen...

LG Vera

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.2017 um 14:55.]
Verfasst am: 16. 11. 2017 [08:28]
BirgitS
Dabei seit: 27.01.2015
Beiträge: 3828
Hallo Vera,

letztendlich kann dir niemand die Entscheidung abnehmen.

Ich habe es meinem Arbeitgeber gesagt. Jetzt auch drei Jahre später denke ich, dass es gut so war.

Krankheitsbedingt hatte ich seither keine Fehltage.

Wenn es dich mehr belastet, wenn die Kollegen tuscheln, steh lieber offen dazu.

Birgit
Verfasst am: 16. 11. 2017 [11:13]
vera81
Dabei seit: 18.02.2014
Beiträge: 29
Hallo Birgit,

danke für deine Antwort icon_smile.gif

Ja, es ist eine echt schwere Entscheidung die einem leider keiner abnehmen kann.

Ich denke, ich komme immer mehr zu der Meinung, dass ich es auf der Arbeit sagen werde.

LG Vera
Verfasst am: 16. 11. 2017 [14:44]
carwolt
Dabei seit: 17.09.2013
Beiträge: 67
Hallo Vera,

ich würde es erzählen, wenn es sich auf deine Arbeit auswirkt. Fehltage, verminderte Belastbarkeit, etc.!

War vor 3 Jahren in einer ähnlichen Situation. Konnte meine Arbeit nicht mehr machen und habe dann mit offenen Karten gespielt.

Leider ohne Erfolg...!

LG
carwolt
Verfasst am: 17. 11. 2017 [11:30]
Glückskind66
Dabei seit: 28.07.2014
Beiträge: 3778
Hallo Vera,

bei mir wissen es einige KollegInnen. Auch die Personalabteilung weiß Bescheid.

Einen Rundumschlag habe ich nicht gemacht. Die Leute vom Reden abhalten würde es nicht. Schließlich kennt jeder jemanden, der jemanden kennt ... .

Rücksicht würde ich von der Information heute schon gar nicht mehr erwarten. Zumindest mein Umfeld ist dazu nicht dauerhaft in der Lage. Schließlich sieht man mir meine Einschränkungen nicht an. Und erwartet, daß ich mich zusammenreiße.

Ich wünsche Dir eine Entscheidung, mit der Du gut leben kannst.

Alles Gute

Marga
Verfasst am: 22. 11. 2017 [17:56]
Powermaus
Dabei seit: 19.10.2017
Beiträge: 10
Hallo,

Als ich letztes Jahr im KH war und die Diagnose bekommen habe, ist auf Arbeit viel getuschelt worden. Es kurierten die wildesten Gerüchte und nichts davon stimmte.

Daher habe ich beschlossen, mein Team zusammen zu nehmen und ihnen zu sagen, was ich habe. So konnte ich sagen was und wie viel ich wollte.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das war genau das richtige!

Ich hatte letztes Jahr 2 Versuche mit Wiedereingliederung und die volle Unterstützung meiner Kollegen und Vorgesetzten. Beide Male scheiterte die Wiedereingliederung. Ich bekomme jetzt EMR.

So viel zu meinen Erfahrungen.

LG von mir

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.2017 um 17:59.]
Verfasst am: 30. 11. 2017 [15:07]
vera81
Dabei seit: 18.02.2014
Beiträge: 29
Hallo zusammen,

gestern hab ich es hinter mich gebracht und hab mit meinem Chef und den Kolleginnen aus meinem Team gesprochen.
Ich fühle mich jetzt erst mal erleichert, weil es raus ist.
Meine Kolleginnen haben ganz positiv reagiert, aber mal schauen, wie es sich weiter entwickelt...




 

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