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Aktivrollstuhl

Autor Nachricht
Verfasst am: 21. 04. 2017 [19:33]
Schnucky
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2014
Beiträge: 47
Hallo zusammen,

ich habe mir im März einen Aktivrollstuhl mit e-motion verschreiben lassen.

Das Laufen klappt leider nicht mehr so gut und nachdem ich Ende Februar mit der Familie von meinem Freund,

auf dem weg zu einem nahegelegenen Spielplatz,

getragen werden musste, haben wir uns für einen Rollstuhl entschieden.

Ich habe mich auch vorab beim Sanitätshaus informiert, was auf der Verordnung stehen muss.

Das mit den e-motion ist zustande gekommen da ich auch eine Schwäche im linken Arm habe.

Als ich heute im Sanitätshaus angerufen habe, wurde mir eine Nummer von meiner Krankenkasse gegeben um dort nachzufragen.

Ich war schockiert als die mir sagten ich bekommen nur einen normalen Rollstuhl,

klar geht das wenn man nicht wendig sein muss und jemanden hat der einem das Ding aus dem Auto holt.

Aber ich möchte eben nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit der Krankenkasse gemacht und kann mir ein paar tipps geben?

Lg

Verfasst am: 21. 04. 2017 [19:55]
susaen
Dabei seit: 24.01.2013
Beiträge: 943
Hi Schnucky,

lass dir die Begründung von der KK schriftlich geben und lege dann Widerspruch ein.

Dein Neuro muss nochmal ausdrücklich die Armschwäche in einem Bericht bescheinigen, damit das nicht untergeht.

Hast du dir einen Faltrolli ausgesucht? Oder einen Starrahmenrolli?

Die Starrahmenrollis sind leichter und auch mit weniger Kraft zu fahren.
Die Räder kann man mit einem schnellverschluss ganz leicht abnehmen. Somit bekomme ich den Starrahmen von einem Bekannten sogar in den Smart rein und zwei Personen.

Faltrollis sind immer schwerer und viel Kraft geht durch den Rahmen leicht verlohren.

Und im Auto sind die oft sperriger als einer mit Starrahmen.

Grüße
susaen
Verfasst am: 21. 04. 2017 [21:14]
Schnucky
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2014
Beiträge: 47
Hallo Susaen.

zunächst einmal vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe mir einen Faltrolli ausgesucht, da der den ich mir angeschaut habe sehr eifach zu handhaben ist und auch nicht so schwer und da ich auch eine kleine Person von 1,55m bin ist er auch platzsparende.

Einen Faltrolli fand ich auch sehr praktisch da ich nur ein G im Behindertenausweis stehen habe und der Platz hier auf den normalen Parkplätzen leider sehr begrenzt ist.

Im Sanitätshaus gab es nur einen Starrahmenrolli den ich mir angesehen habe und da waren die Reifen sehr schwer und ich konnte mir auch nicht vorstellen wie ich den ins Auto bekomme,

geschweige denn aus dem Auto ohne andere Autos zu beschädigen.

Vielleicht bin ich in dem Punkt auch falsch beraten worden.

Widerspruch werde ich auf alle Fälle einlegen!!! icon_smile.gif

Mit meinem Neurologen muss ich mal schauen ob das geht den mein Hausarzt hat mir den Rollstuhl aufgeschrieben, sonst muss ich den darum bitten.

Lg Schnucky




Verfasst am: 21. 04. 2017 [21:47]
susaen
Dabei seit: 24.01.2013
Beiträge: 943
Hi Schnucky,

der Rolli sollte vom Facharzt verschrieben werden, teilweise ist auch ein Befundbericht von einer MS Ambulanz sehr hilfreich.
Ich kenn sogar ein paar, die sind extra ein paar Tage Stationär in die Marianne Strauß Klinik gefahren, damit sie einen E-Rolli oder eMotion antrieb bekommen haben.

Ein gutes Sanihaus sollte ein paar Rollis zur Auswahl haben und dir auch einen mit nach Hause zum testen geben können. So ein Test geht dann auch ein paar Tage.

Wie weit kannst du noch ohne Rolli gehen? Ab wann brauchst du einen Stock?

Ein guter Starrahmenrolli wiegt so 6,5 kg. Ein Rad weniger als 1kg, je nach dem, was für einen Greifring du drauf hast.

Der leichteste Faltrolli den ich kenne wiegt ca. 8,5 kg, wobei die 2 kg mehr, nur im Rahmen stecken.

Die eMotion Räder sind dabei auch sehr schwer.

Lass dir mal die unterschiedliche Modelle zum testen geben und dann mit einem Befund vom Neuro Widerspruch einlegen.

Grüße
susaen
Verfasst am: 21. 04. 2017 [23:20]
Schnucky
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2014
Beiträge: 47
Hallo Susaen.

das mit dem Rolli testen ist ein guter tipp, werde ich mal im Sanitätshaus ansprechen, wir sind nur ne ganze weile auf dem Parkpatz rumgefahren.

und die Befunde kann ich mir auch besorgen.

Bei guten bedingungen und wenn ich vorher nichts anstrengendes gemacht habe (man muss dazusagen anstrengend ist relativ die KG ist auch schon anstrengend für mich) ca 500m dann muss ich devinitiv sitzen dann ist die kraft nicht mehr da.

Nach 100m fang ich an immer langsamer zu werden und bleibe auch öfter stehen weil das Bein zittert und anfängt wegzuknicken, ich gehe auch nur strecken wo ich genau weiß das es dort Bänke zum sitzen gibt.

Ich habe auch immer eine Plastiktüte in der Handtasche falls es regnet und ich sitzen muss.

Gerne würde ich mal diesen Radius verlassen und auch mal orte Besuchen wo es keine Bänke gibt so das man auch mal spontan sein kann.

Leider gibt es hier auch einige Berge die, die gehstrecke verkürzen, ich habe auch schon über einen Rollator nachgedacht allerdings muss ich die Strecke auch wieder zurück kommen.

Lg Schnucky

Verfasst am: 22. 04. 2017 [08:46]
Tina68
Dabei seit: 21.10.2013
Beiträge: 95
Hallo Schnucky

Meine Gehstrecke ist ähnlich wie deine, ich habe ein SBA 60 G.

Wie Susaen schon geschrieben hat, sollte das Rezept für einen Rollstuhl vom Facharzt verordnet werden. Der hat auch die entsprechenden Argumente für die KK falls es zu Nachfragen kommt.

Ich habe meinen Rollstuhl vor 2 Jahren verordnet bekommen und dieses Jahr einen e-fix als Zusatzantrieb.

Als es zu einer Nachfrage von Seiten der Krankenkasse kam, hat mein Neurologe die richtigen Wort gefunden.
Unter anderem hat er auch damit argumentiert, dass ich die Möglichkeit haben muss alleine zu meinen Therapien zu kommen u.s.w.

Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Rollstuhls mit Zusatzantrieb und kann wieder am Leben teilnehmen.

Ich hätte aber auch mit allen Mitteln darum gekämpft. Wir sollten uns unsere Selbständigkeit so lange wie möglich erhalten.

Viel Erfolg bei deinem Widerspruch.

P.S. Ich möchte auch meinen Rollator nicht mehr missen. Dadurch habe ich meinen Sitzplatz immer bei mir icon_wink.gif

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 22.04.2017 um 08:57.]
Verfasst am: 22. 04. 2017 [11:25]
susaen
Dabei seit: 24.01.2013
Beiträge: 943
Hi Schnucky,

ein Sanihaus sollte dir den Rolli vor der Bestellung auf jeden Fall mit nach Hause geben. Damit du den mal im Alltag testen kannst.

Du kannst dich auch in mehreren Sanihäusern beraten lassen. Du kannst auch fragen, ob dich jemand beraten kann, der selbst im Rolli sitzt.

Meist kommt dabei am meisten für dich raus, denn er kann dich aus der Praxis aufklären.

Wie breit muss die Sitzfläche wirklich sein, wie hoch die Rückenlehne, wie die ganzen Winkel, welche Fussstütze, ...

Ein gut auf dich angepasster Rolli ist dabei sehr wichtig, dann läuft der sehr leicht und die benötigte Armkraft ist nicht sehr hoch.

Eine Freundin hat einen guten Rolli, der musste dann in Reparatur, den Ersatzrolli konnte sie kaum selbst bewegen, weil die Einstellungen nicht auf sie angepasst worden sind.

Ein anderer ist von einem eMotionrolli auf einen gut eingestellten Starrahlmenrolli gewechselt, und kommt damit sogar besser klar, vor allem auch weiter.

Von daher, die Beratung ist mit das wichtigste und der Test unverzichtbar.

Grüße
susaen
Verfasst am: 22. 04. 2017 [19:44]
Schnucky
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2014
Beiträge: 47
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich werde jetzt mal sehen das ich den Widerspruch so schnell wie möglich ins rollen bringe und mal sehen wie dann das zusammen spiel mit meinem Hausarzt und Neurologen funktioniert.

Ich bin 2015 wegen der Liebe von NRW nach Hessen gekommen, musste alos auch leider alle Ärzte wechseln....

Da mein Neurologe oft sagt ach das kann der Hausarzt machen z.B. Blut- kontrole, Cortison gabe... habe ich gedacht bevor ich mir das wider anhören muss, geh ich mal lieber direckt zum Hausarzt und lass mir da den Rolli verordnen.

Wenn alle Stricke reißen muss die Rechtschutz her halten.

Ich werde nicht aufgeben und darum kämpfen!!!

lg Schnucky




Verfasst am: 22. 04. 2017 [19:56]
Brillosaurus01
Dabei seit: 24.01.2013
Beiträge: 5367
Hallo,

es ist primär wichtig, die Widerspruchsfrist ein zu halten !

Die Begründung kann man später nach liefern (ihr solltet das in eurem Schreiben anmerken).

Dafür gibt es dann keine festen Fristen. Sollte aber halbwegs zeitnahe erfolgen.

Bis man seine Berichte und Bescheinigungen von Ärzten zusammen hat, das kann dauern.

LG, Jörg

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.04.2017 um 19:58.]
Verfasst am: 06. 05. 2017 [09:09]
Brillosaurus01
Dabei seit: 24.01.2013
Beiträge: 5367

Den Tipp von Susaen, sich beim Rollikauf möglichst auch von jemanden beraten

zu lassen der selbst im Rolli sitzt, finde ich super gut.

Wenn man ein Auto kauft, kann man sich auch nicht wirklich ein Urteil bilden,

nur weil man einmal kurz ein kleines Stück damit gefahren ist.


Praxis-Erfahrungen, von jemand der selbst Erfahrungen damit hat,

sind Gold wert.

LG, Jörg




 

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