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MS und Cholesterinmedikamente

Autor Nachricht
Verfasst am: 03. 01. 2018 [20:07]
Fredy196
Themenersteller
Dabei seit: 26.01.2013
Beiträge: 11
Hallo
Erstmal ein frohes neues Jahr an das Expertenteam und an alle die hier lesen.

Ich bin 58 Jahre männlich und habe seit 2005 MS. Da ich 2013 einen Herzinfarkt hatte und 2014 einen erneuten verschluß der Aterien, der mit 3 Stents behoben wurde, bekomme ich seitdem Cholesterinsenker.

Da bei mir der Liporodein "a" Wert deutlich erhöht ist ( ist 62 norm bis 30 ) soll der LDL-Wert möglichst gering gehalten werden. Im Moment bekomme ich Atozet 10mg/40mg und mein Cholesterinwert liegt bei LDL=55 und HDL=50.
Vor kurzem habe ich den Bericht "Cholesterin der große Bluff" gesehen. Dort heißt es im Gehirn kommt am meisten Cholesterin vor. Das Myelin besteht größtenteils aus Cholesterin. Das Cholesterin aus der Leber kommt aber nicht durch die Bluthirnschranke. Das Gehirn produziert das Cholesterin selbst.

Die Statine aus dem Cholesterinsenker können aber die Bluthirnschranke passieren und stören somit die Cholesterinsyntehse. Durch Cholesterinmangel im Gehirn wird die Myelinscheide beschädigt.

Statine haben viele Nebenwirkungen. z.B. Diabetisrisiko steigt , vergesslichkeit , Schlafstörungen ,
Begünstigung von Demenz, Alzheimer, Autoimunerkrankungen. Schädigung des Nervengewebes.

Wenn diese Angaben alle stimmen würden, würde ich mit diesem Medikament meiner MS doch erheblichen Schaden zufügen.

Für eine Stellungsnahme wäre ich sehr dankbar

Mit freundlichen Grüßen
Fredy
Verfasst am: 09. 01. 2018 [12:18]
experte_sievers
Experte
Dabei seit: 14.11.2016
Beiträge: 77
Hallo Fredy196,

zur Zeit wogt die Diskussion über das neurologische Thema "Cholesterinsenker verursachen (keine) Demenz" stark zwischen "nicht", "ein wenig" und "meßbar". Ihre theoretischen Erwägungen zu Einzelfakten sind zwar im Prinzip richtig, der Nachweis eines Schadens oder keines Schadens im Gesamtsystem Mensch ist aber bisher nicht unzweifelhaft evident. Hier sollte man sich vor der Überinterpretation bzw. selektiver Wahrnehmung der widersprüchlichen Hinweise hüten.

Nicht zweifelhaft ist hingegen, dass Cholesterinsenker die Prognose einer Atherosklerose mit kardiovaskulären Erkrankungen als Folge bessern.

Zur Zeit muss nach Faktenlage und Risikoabwägung eine Einnahme von Choleserinsenkern bei entsprechendem Risiko trotz MS befürwortet werden.

MfG




 

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