Informationen über Impfungen bei multipler Sklerose

Leider gibt es bislang nicht für jeden Impfstoff ausreichend gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine eindeutige Aussage erlauben, ob er für MS-Patienten geeignet ist oder nicht. Impfungen haben einen Einfluss auf das Immunsystem und können selbst bei gesunden Patienten Entzündungen verschiedener Art im Nervensystem hervorrufen. Impfungen sollten daher immer mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Grundsätzlich sollten Impfungen nicht bei akuten Schüben und während einer Behandlung mit Kortison durchgeführt werden. Zwischen der Kortisonbehandlung und der Impfung sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens drei Wochen liegen.

Je nach Impfstoff gelten verschiedene Richtlinien: Totimpfstoffe, wie sie zum Beispiel bei Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Grippe, FSME, Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus eingesetzt werden, sind in der Regel unbedenklich. Dagegen wird MS-Patienten von Impfungen mit sogenannten Lebendimpfstoffen, zum Beispiel von der Poliolebendimpfung gegen Kinderlähmung, abgeraten. Alternativ kann gegen Kinderlähmung auch ein Totimpfstoff verwendet werden. Gleiches gilt für die Impfung gegen Cholera.

 

Im Einzelfall muss abgewogen werden

Der Arzt muss gemeinsam mit dem Patienten individuell abwägen, was im Einzelfall wichtiger ist: der Schutz vor einer möglichen Infektion oder der Schutz des Körpers vor dem Auslösen eines möglichen Schubes durch die Impfung. Generell empfiehlt es sich, Impfungen möglichst dann durchzuführen, wenn sich der Patient in einer stabilen Krankheitsphase befindet.

Einige Impfungen können unter einer immunsuppressiven Therapie schlechter wirken und daher eventuell nicht ausreichend vor einer Infektion schützen. Um sicher zu gehen, kann der Arzt kontrollieren, ob die Impfung erfolgreich war und falls nötig, eine Nachimpfung veranlassen. Bei der Therapie mit sogenannten Immunmodulatoren, wie zum Beispiel Beta-Interferone wird die Wirkung der Impfung normalerweise nicht beeinträchtigt.

 

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