Multiple Sklerose: Umgang mit den Partnern

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Nach der Diagnose MS muss der Patient gemeinsam mit dem Partner einen neuen Weg einschlagen, der die Krankheit als ständigen Begleiter berücksichtigt. Oft löst die Diagnose beim Partner ähnliche Gefühle aus wie beim Patienten: Wut, Zukunftsangst, Sorgen, Niedergeschlagenheit. Diese Gefühle müssen beidseitig wahrgenommen und akzeptiert werden. Deshalb ist es wichtig, miteinander zu sprechen und Unklarheiten sowie Unsicherheiten gemeinsam aus dem Weg zu räumen. Wenn der Partner über seine Gefühle, Probleme und Bedürfnisse spricht, kann sich sein Gegenüber besser darauf einstellen. Ein möglichst offener Umgang mit der Erkrankung erleichtert das Leben – diese Erfahrung machen die meisten Menschen mit MS.

Es lohnt sich, mit dem Partner so früh wie möglich über wichtige Punkte zu sprechen. So ist es für beide wichtig zu wissen, dass die MS einen unmittelbaren Einfluss auf die Sexualität haben kann und auch psychische Reaktionen auf die Krankheit auftreten können. Auch hier gilt es, das offene Gespräch zu suchen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.
Ganz wichtig für die Partnerschaft ist auch, dass der gesunde Partner nicht hauptsächlich in die Rolle des Helfenden gerät und der Erkrankte nicht primär zum Hilfsbedürftigen wird. Die Partnerschaft sollte weiterhin so normal wie möglich gelebt werden.

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