Umgang mit dem Freundeskreis bei multipler Sklerose

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Freunde, Bekannte und Kollegen – sie alle werden aufgrund der Diagnose MS irritiert und erschrocken sein. Da ist es ratsam, offen mit dem Thema umzugehen und Sorgen und Ängste mitzuteilen. Ein Gespräch hilft, die Scheu vor dem Unbekannten zu nehmen und mögliche Vorurteile von vornherein aus der Welt zu schaffen: MS ist nicht ansteckend. Und mit MS kann man aktiv und mobil bleiben! Je eher ein offenes Gespräch stattfindet, desto besser lassen sich Missverständnisse vermeiden. Meistens spüren die anderen, wenn etwas nicht stimmt und sind dann froh, wenn sie Klarheit bekommen.

Ein „Gesprächsgerüst“ als Hilfe

MS-Patienten sollten für sich selbst einige Fragen klären, bevor sie über ihre Erkrankung sprechen: „Was genau will ich dem anderen sagen? Wie viel sollte er, wie viel muss er über die Erkrankung wissen? Was ist allgemein wichtig, was ist speziell über meine persönliche Krankheitssituation zu sagen?“ Je nach Gesprächspartner werden andere Themen im Vordergrund stehen.
Gleichermaßen von Bedeutung sind die folgenden Fragen: „Was erwarte ich von dem anderen? Was wünsche ich mir? Suche ich Trost, Rat, konkrete Hilfe oder soll vielleicht alles einfach nur so bleiben wie bisher?“ Dies sind wichtige Botschaften. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich vorher ein Gesprächsgerüst zu machen. Dann fällt es leichter, dem anderen die Informationen sachlich und verständlich mitzuteilen.

Von klaren Aussagen profitieren alle

Natürlich ist es besonders schön, wenn der andere spürt, was man sich wünscht. Oft aber braucht es dafür einen kleinen Fingerzeig. MS-Patienten sollten sich nicht vor klaren Aussagen scheuen. Der Gesprächspartner soll wissen, wie er seinem Gegenüber am besten zur Seite stehen kann. Jeder Mensch hat andere Wünsche und Bedürfnisse – gerade im Fall einer chronischen Erkrankung.