Partnerschaftlicher Ansatz

Partnerschaftlicher Ansatz

Bei MS trägt die Therapietreue – im Fachjargon „Adhärenz“ genannt – maßgeblich zum Behandlungserfolg bei. Im Lateinischen bedeutet „adhaerere“ so viel wie „kleben an“. Der englische Begriff „adherence“ steht für „Festhalten“ oder „Befolgen“. Bei dem Thema Therapietreue geht es aber nicht nur um das Befolgen von ärztlichen Empfehlungen. Zwar trug nach früherem Verständnis der Patient einseitig die Verantwortung für das Einhalten und damit auch den Erfolg der Therapie. Das moderne Konzept der Therapietreue hat diese Auffassung überholt und verfolgt einen partnerschaftlichen Ansatz. Die korrekte und regelmäßige Anwendung der Therapie liegt demnach sowohl in der Verantwortung des Patienten als auch des Arztes.

Sie sollen als MS-Patient nicht nur den ärztlichen Anweisungen folgen, sondern auch an den gemeinsam mit dem Behandlungsteam formulierten Therapiezielen festhalten. Von therapietreuem Verhalten spricht man, wenn Sie als Patient die Therapie aktiv, eigenmotiviert und eigenverantwortlich über einen längeren Zeitraum konsequent durchführen. Dies setzt voraus, dass Sie durch eine gemeinsame Übereinkunft über die angemessene Behandlung von Anfang an in wichtige Entscheidungen einbezogen werden. Ziel ist, Ihr Verständnis und Ihre Kompetenz im Umgang mit der Erkrankung und der Therapie zu erhöhen, damit Sie sowohl die MS als auch die Behandlung besser in Ihr Leben integrieren können.