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Frische Kräuter: Frühling in der Küche

12.06.2017

Als Frühlingsboten bringen Kräuter nicht nur Frische in die Küche und auf den Teller, sie enthalten auch viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, die unverzichtbar sind für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Bei einer chronischen Erkrankung wie Multipler Sklerose spielt eine reichhaltige und abwechslungsreiche Ernährung eine ebenso wichtige Rolle wie wirksame Medikamente, körperliche Aktivität und seelischer Ausgleich. Durch eine optimale Ernährung vermeidet man Über- oder Untergewicht, was auch Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel des Betroffenen haben kann. Eine einseitige Ernährung und ein Mangel an Nährstoffen und Vitaminen kann MS-typische Symptome wie Darmträgheit oder Fatigue begünstigen. Eine kleine Studie aus den USA deutet an, dass MS-Patientinnen im Vergleich zu gesunden Kontrollen geringere Werte bei den 5 Schlüsselnährstoffen Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Lutein-Zeaxanthin und Quercetin aufweisen könnten.

Ein gesunder Speiseplan wird durch zahlreiche frische Frühlingskräuter, wie zum Beispiel Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Bärlauch, erweitert. Nicht nur als grüne Farbtupfer, auch durch ihre vielfältigen Aromen bringen sie Pep in Suppen, Quark und Salate. Außerdem können verschiedene Kräuter verschiedene Stoffwechselprozesse unterstützen. Estragon soll den Appetit anregen, die Verdauung fördern und entzündungshemmend wirken. Majoran hingegen wird unter anderem eine auf das Nervensystem entkrampfende und beruhigende Wirkung zugeschrieben. Petersilie und Schnittlauch sind eine gute Quelle für Folsäure (Vitamin B9). Durch ihre gesunden Inhaltsstoffe sind Kräuter auch tolle Energiespender und beugen Frühjahrsmüdigkeit vor.

Der passende Einsatz von Kräutern verleiht jedem Gericht eine ganz besondere Raffinesse. Am besten isst man Kräuter jedoch pur und ungekocht. Einfach geschnittenen Schnittlauch oder frisch gezupfte Kresse auf ein Butterbrot streuen, mit Löwenzahn und Brennnessel den Salat aufpeppen oder gehackte Petersilie zusammen mit einem Stück Butter über frische Salzkartoffeln geben. Harte Kräuter, wie zum Beispiel Thymian, Rosmarin und Oregano, kocht man hingegen am besten mit.

Kräuter können Sie frisch auf dem Wochenmarkt einkaufen, aber auch viele Supermärkte haben ihr Sortiment entsprechend erweitert und bieten heute Kräuter in Töpfen an.

 

 

 

 

Beliebte Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Kresse und Dill halten sich auch wunderbar als Topfpflanzen auf dem Balkon, der Fensterbank oder im Kräuterbeet. Bei guter Pflege können die Pflanzen nachwachsen und stehen so beim Kochen immer bereit.

Viele Wildkräuter wie Bärlauch (auch Wilder Knoblauch genannt), Löwenzahn, Sauerampfer und Schafgarbe wachsen ab März und April wieder an Wiesen- und Waldrändern. Beim Sammeln von Wildkräutern sollten Sie sich vorab jedoch in botanischen Fachbüchern sowie über gesetzliche Regelungen informieren. Der Bärlauch steht beispielsweise in manchen Regionen unter Naturschutz. Außerdem kann er leicht mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden.

Kräuter sollte man waschen, vorsichtig trocken schütteln oder tupfen und so frisch wie möglich verzehren. Sie halten sich für maximal drei Tage im Kühlschrank (am besten eingewickelt in ein feuchtes Tuch) oder als Sträußchen in einem Glas mit Wasser. Gekaufte oder selbstgeerntete Kräuter lassen sich auch sehr gut einfrieren. Dafür die Kräuter am besten bereits gewaschen und zerkleinert in ein passendes Behältnis füllen und dann sofort in die Tiefkühltruhe stellen. Die tiefgekühlten Kräuter kann man später super zu Suppen oder Gemüsepfannen hinzugeben.

Frühlingsrezept: Neue Kartoffeln mit Kräuter-Joghurt-Dip

Zutaten für 2 Portionen

  • 500 g Kartoffeln (festkochend)
  • 150 g Joghurt
  • 150 g Schmand
  • 4–5 EL frische Kräuter, gehackt (zum Beispiel Petersilie, Schnittlauch, Kresse, Estragon, Majoran)
  • 1 Spritzer Zitronensaft (frisch gepresst)
  • Salz, Pfeffer (frisch gemahlen)

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Dafür die Kartoffeln mit einer Gemüsebürste unter fließendem Wasser gründlich abbürsten und vorhandene Erdreste abspülen. Kartoffeln in einen Kochtopf geben und kaltes Wasser hinzugeben, bis die Kartoffeln leicht bedeckt sind. Wasser salzen und zum Kochen bringen. Zugedeckt ca. 20–30 Minuten in kochendem Wasser garen. Garprobe: Mit einem Messer in die Pellkartoffeln stechen. Rutschen sie wie Butter vom Messer, sind sie gar. Gießen Sie die Kartoffeln in einem Sieb ab und pellen Sie mit einem kleinen Küchenmesser die Schale ab.

Anschließend Joghurt zusammen mit dem Schmand glatt rühren. Die frischen Kräuter waschen, trocknen, kleinhacken und zu der Joghurt-Schmand-Mischung geben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Tipp: Der Kräuter-Joghurt-Dip eignet sich auch gut zum Dippen von Gemüsesticks wie Paprika, Gurke oder Möhren.

 

Referenzen und weiterführende Informationen:
http://heilkraeuter.de/index.htm (Zugriff: 07.06.2017

https://www.aan.com/PressRoom/Home/PressRelease/1343 (Zugriff:07.06.2017)

http://www.kraeuter-buch.de/magazin/der-fruehling-zeit-fuer-garten-und-kuechenkraeuter-54.html (Zugriff: 14.03.2017)

http://www.kraeuterweisheiten.de/wildkraeuter-gegen-fruehjahrsmuedigkeit.html (Zugriff: 14.03.2017)

https://www.gutekueche.at/kochen-mit-fruehlingskraeuter-artikel-1062 (Zugriff: 14.03.2017)

https://www.johannesking.de/genussvolles/fruehlingskraeuter-kochen-mit-garten-und-wildkraeutern/ (Zugriff: 14.03.2017)

http://www.essen-und-trinken.de/gesund-essen/koestlich-kochen-mit-fruehlingskraeutern-1022726.html# (Zugriff: 14.03.2017)

http://de.allrecipes.com/rezepte/tag-2601/fruehlingskraeuter-rezepte.aspx (Zugriff: 14.03.2017)

 

 

 

 

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