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Gute Vorsätze – so halten Sie durch!

28.12.2017

Weniger Stress, gesünder essen, mehr Sport, endlich das Rauchen aufgeben – am Ende eines Jahres nehmen wir uns immer gerne vor, etwas zu ändern. Typische Vorsätze und wie es gelingt, sie einzuhalten …

Meist machen wir schon direkt zu Beginn Fehler: Es sind zu viele Ziele auf einmal, diese sind zu vage und pauschal formuliert oder die Messlatte ist einfach viel zu hoch angesetzt. Was hilft? Setzen Sie sich konkrete Aktionspläne für die Woche oder den aktuellen Monat sowie kleine und vor allem realistische Etappenziele – dann haben Vorsätze eine echte Chance. Denn: Erst, wenn die Bedingungen stimmen, die persönliche Einstellung passt, um die Vorsätze umzusetzen, kann sich das Gefühl der Selbstverwirklichung einstellen. Wer es alleine nicht schafft, sollte sich Hilfe holen und sich unterstützen lassen, zum Beispiel von einem Coach, oder seinen behandelnden Arzt um Rat fragen.

Vorsatz: Ich möchte abnehmen!
Die meisten haben schon eine oder mehrere Diäten begonnen und dann vielleicht schnell wieder abgebrochen. Abnehmen und/oder eine MS-bewusste und entzündungshemmende Ernährung sind Langzeitprojekte. Und das heißt auch: Die Änderung des Lebensstils muss von Dauer sein. Tipp: Schauen Sie genau auf Ihre Essgewohnheiten! Essen Sie zum Beispiel sehr zuckerhaltig oder zu viel Fleisch? Die spezielle Low-Carb-Diät ist gerade für MS-Betroffene geeignet. Wer Hilfe benötigt: Mit Unterstützung von Ernährungsexperten werden individuelle Pläne erstellt!

Vorsatz: Ich möchte mehr Sport machen!
Bewegung ist wichtig und gut. Setzen Sie sich aber realistische Ziele und suchen Sie sich eine Sportart aus, die Ihnen Spaß macht. Nehmen Sie sich keinen Halb-Marathon als Ziel vor, wenn Sie noch nie joggen waren. Ein erstes Zwischenziel wie „Ich möchte gerne 3 Kilometer schaffen“ tut es auch, dann können Sie sich steigern. Hilfreich: regelmäßige und moderate Ausdauertrainings. Das motiviert: in Gruppen und an einem festen Termin Sport zu treiben. Laufen ist nichts für Sie? Fitnessstudio auch nicht? Dann fangen Sie mit kleinen Spaziergängen an. Drei- bis fünfmal wöchentlich 15 Minuten. Tipp: Schrittzähler sind zusätzliche Motivationshelfer! Sie passen in jede Hosentasche oder als schicke Uhr bequem ans Handgelenk. Mit Ihnen können Sie unter anderem Schritte und Kalorienverbrauch zählen. Die Empfehlung: 5.000 bis 10.000 Schritte am Tag je nach eigener Fitness!

Vorsatz: Mehr auf mich achten!
Wenn Zeitdruck, soziale Verpflichtungen und Alltagshektik unser Leben bestimmen, wird es höchste Zeit loszulassen. Versuchen Sie, wieder in Balance zu kommen und Ihren Energiehaushalt auszugleichen. Achtsamkeitsübungen verhelfen uns zu neuer Stärke gegen alles, was unserer Seele Schaden zufügen kann. Schauen Sie mehr auf die kleinen Dinge. Es gibt so viel Neues und Schönes zu entdecken. Nehmen Sie Ihre eigenen Gedanken, Emotionen und Körpergefühle bewusst wahr. Tipp: Beispielsweise können Sie mit Mediationsübungen, Yoga, Qigong oder Thai Chi Ihren Geist beruhigen und auf eine innere Reise gehen.

Vorsatz: Ich möchte mehr aus meinem Typ machen!
Sie wollten schon immer eine neue Frisur? Oder Sie möchten was an Ihrem Kleidungsstil ändern? Fragen Sie Ihren Partner oder Ihre beste Freundin, was Ihnen gut stehen würde. Eine Bestandsaufnahme des eigenen Kleiderschranks ist eine gute Basis. Gehen Sie auf Entdeckungsreise, ergründen Sie Ihren eigenen Stil und bringen Sie frischen Wind in Ihren Look. Schauen Sie genau hin: Welche Farbe unterstreicht Ihren Typ? Gefallen Ihnen Muster? Welches Kleidungsstück lässt sich wunderbar mit anderen Sachen kombinieren? Tipp: Veranstalten Sie mit Ihren Freunden doch eine kleine Umstyling-Catwalk-Party – das macht Laune und holt Sie raus aus dem Mode-Alltagstrott.

Vorsatz: Ich möchte mutiger sein!
Wer aufgrund seiner chronischen Erkrankung vorsichtiger geworden ist, sich nicht mehr viel zutraut, sollte nicht alleine kämpfen. Suchen Sie sich Hilfe, vertrauen Sie sich guten Freunden, Selbsthilfegruppen oder Ihrem behandelnden Arzt an. Es gibt Ärzte, Psychologen oder Mental-Coaches, die Ihnen professionell helfen können. Trauen Sie sich, wagen Sie den ersten Schritt in Richtung „Ich möchte forscher werden“ und lassen Sie sich helfen!

Auf unserer Homepage finden Sie wertvolle Tipps zur Selbsthilfe:

http://www.ms-life.de/ms-leben/neudiagnose/selbsthilfe/

 

Innerer Schweinehund

Behält der innere Schweinehund doch die Oberhand? Verlieren Sie die Geduld oder stellt sich ein Misserfolg ein? Es ist wichtig, gut zu sich selbst zu sein. Setzen Sie sich nicht unter Druck! Heute hat es nicht geklappt, okay, aber morgen ist ein neuer Tag und er verdient eine Chance! Versuchen Sie, jeden Tag zu nutzen und bewusst zu erleben. Hören Sie auf sich, auf ihr Bauchgefühl!


Schweinehund aus – mehr Bewegung?
Der Landessportbund NRW hat eine Kampagne ins Leben gerufen, die dazu anspornt, den Schweinehund zu überwinden und sich mehr zu bewegen. Infos finden Sie hier:
https://www.lsb.nrw/unsere-themen/schweinehund-aus-mehr-bewegung-an/

 

 

Haben Sie keine Angst mehr!

Manchmal ist es leichter, mit einer neutralen und unabhängigen Person über Probleme und (Zukunfts-)Ängste zu sprechen. Unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800 030 77 30 erreichen Sie erfahrene Experten aus den Bereichen Medizin und Psychologie, die auf die Probleme von Menschen mit MS spezialisiert sind. Infos finden Sie auf unserer Homepage: http://www.ms-life.de/ms-leben/neudiagnose/zukunft/

Gleichgesinnte treffen, Tipps austauschen und sich gegenseitig aufmuntern: Das ist in einer Selbsthilfegruppe möglich. Selbsthilfegruppen für jugendliche MS-Betroffene:
https://www.dmsg.de/jugend-und-ms/ms-und-jetzt/index.php?w3pid=mitmsleben&kategorie=selbsthilfegruppe

Hilfe finden und Tipps bekommen: Adressen sämtlicher Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. finden Sie hier: https://www.dmsg.de/dmsg-bundesverband/landesverbaende/ 

 

 

 

 

 

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