MS News

MS: 1.000 Gesichter - von Anfang an

31.08.2018

Schon zu Beginn kann MS viele verschiedene Gesichter zeigen. Das macht eine genaue Diagnose unter Umständen so schwierig. Oftmals wird eine ganz andere Erstdiagnose gestellt. Ist aber klar, dass es sich eindeutig um MS handelt, gehen die Betroffenen unterschiedlich damit um…

MS wird oft erst spät erkannt, da es keine „typischen“ Erstsymptome gibt. Laut einer Umfrage unter 5.311 MS-Betroffenen in den USA wurden bei 42 von 100 Menschen mit MS zunächst eine oder mehrere andere Erkrankungen diagnostiziert. Zu den Erstdiagnosen gehörte...

• bei 25 von 100 Betroffenen eine Depression,
• bei 15 von 100 Migräne,
• bei 14 von 100 Fibromyalgie,
• bei 13 von 100 eine psychiatrische Erkrankung,
• bei 11 von 100 ein Vitamin B12 Mangel und
• bei 10 von 100 das chronische Fatigue Syndrom.

 

Jeder MS-Betroffene bewältigt die Diagnose auf seine eigene Weise. Sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, kann dabei ein Weg sein. Welche Beweggründe dahinterstecken, verrät uns folgende Umfrage, die mit 3.163 Menschen mit chronischen Erkrankungen oder deren Angehörige durchgeführt worden ist:

 
• 440 MS-Betroffene waren Mitglieder in einer Selbsthilfegruppe,
• 631 Menschen mit MS besuchten keine Selbsthilfegruppe.

 

 

Die Befragten gingen aus verschiedenen Gründen in Selbsthilfegruppen:

• 96 von 100, um sich dadurch weniger alleine zu fühlen, 
• 90 von 100, um von den Erfahrungen anderer Betroffener zu profitieren,
• 80 von 100, um den Umgang mit der Erkrankung zu erlernen.
• 9 von 10 der Menschen, die keine Selbsthilfegruppe besuchen, finden Selbsthilfegruppen generell sinnvoll.

 

Der Austausch unter Betroffenen steht dabei ganz vorne:

• Fast jeder zweite MS-Betroffene redet mit anderen Menschen über die Erkrankung,
• etwa jeder Dritte spricht nur teilweise darüber und
• etwa jeder Fünfte redet gar nicht über MS.