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MS und Beruf: Vergesslich im Job?

28.09.2018

Denken, planen, sich konzentrieren – wenn diese kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt sind, kann auch das Arbeiten schwerer fallen. Doch mithilfe verschiedener Maßnahmen können die meisten MS-Betroffenen Wege finden, noch weitestgehend im Job zu bleiben.

• Bei 40 bis 65 von 100 MS-Betroffenen wurden kognitive Einschränkungen festgestellt.

Eine REHADAT*-Befragung zum Thema „MS im Job“ bestätigt den Aufklärungsbedarf:
• 46 von 100 Befragten haben ihre Vorgesetzten und Kollegen über ihre Erkrankung informiert.
• 60 von 100 dieser MS-Betroffenen gaben an, dass ihr Arbeitsplatz ihrer Erkrankung entsprechend gestaltet ist, wogegen nur bei
• 10 von 100 MS-Betroffenen der Arbeitsplatz angepasst ist, die ihre Erkrankung verschweigen.

Welche Maßnahmen im Arbeitsleben können hilfreich sein? Laut der Befragung sind für
• 65 von 100 Befragten die Unterstützung durch Kollegen, Vorgesetzte, Freunde und Familie,
• 45 von 100 Befragten flexible Arbeitszeiten,
• 38 von 100 Befragten eine Reduzierung der Arbeitszeiten und
• 6,5 von 100 Befragten eine Umschulung für eine neue Tätigkeit hilfreich.

(*REHADAT: Informationssystem zur beruflichen Teilhabe und Inklusion)

 

Doch Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit betreffen längst nicht nur Menschen mit MS, sondern sehr häufig auch Menschen ohne MS. Eine Umfrage ergab, dass…

• 78 von 100 Deutschen nicht immer an alles denken:
• 2 von 3 vergessen hin und wieder den Namen des Gegenübers,
• 2 von 3 Menschen wissen manchmal beim Erzählen nicht mehr, was sie sagen wollten und ebenfalls etwa
• 2 von 3 Menschen kommen ab und an in einen Raum und wissen nicht mehr, was sie dort wollten.

Tipps und Tricks der Deutschen gegen das Vergessen von Terminen:

• 58 von 100 Befragten greifen auf den klassischen Terminkalender zurück,
• 51 von 100 nutzen entweder den Smartphone- und Handy-Planer und immerhin noch
• 50 von 100 Deutschen nutzen den Kalender in der Küche.