MS News

Themenreihe "MS und Sport" - Teil 4

08.06.2015

Mobil und aktiv mit Rollstuhl

Beweglich zu sein und beweglich zu bleiben, ist gerade für Menschen im Rollstuhl ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität. Viele Betroffene sind zunächst unsicher und wissen nicht, was oder wie viel sie ihrem Körper zutrauen können. Die Symptome beschränken sich bei ihnen meist nicht nur auf die Beine, sondern betreffen oft den ganzen Körper. Viele fragen sich, welche Sportarten im Rollstuhl überhaupt noch möglich sind? Das Angebot ist bunt und vielfältig. Und wer Sport im Rollstuhl treibt, kann außerdem ein ganz neues Sicherheitsgefühl und Selbstbewusstsein für sein Hilfsmittel entwickeln.

In den Fünfzigerjahren wurden die Paralympischen Spiele gegründet. Seitdem ist das offizielle Angebot für Rollstuhlsportler zu einer bunten Palette herangewachsen, bei der sowohl für Einsteiger als auch für passionierte Leistungssportler etwas dabei ist. MS‐Patienten, die im Rollstuhl unterwegs sind, können heute in über 28 speziellen Rollstuhlsportarten aktiv werden – Tendenz steigend. Das Angebot ist vielseitig und reicht von Federball und Boccia über Golf und Schwimmen bis hin zu Wasserski und Wintersport. Heute stellen wir Ihnen einige Varianten vor, mit denen Sie besonders sanft in den Rollstuhlsport einsteigen können und Freude an der Bewegung finden können. Weitere Informationen und die vollständige Liste der Sportangebote für Rollstuhlfahrer finden Sie auf den Seiten des Deutschen Rollstuhlsportverbands e.V. www.drs.org/cms

Boccia (Boule, Pétanque) ist ein beliebter Freizeitsport für Jung und Alt. Im Freien oder in der Halle, am Strand oder im Garten: Boccia können Sie auf nahezu jeder flachen Fläche spielen. Ziel beim Boccia ist es, Holzkugeln oder Lederbälle so nah wie möglich an einem Zielball zu platzieren. Bei diesem Spiel geht es um Taktik, Teamfähigkeit und Konzentration und oft bleibt es spannend bis zum letzten Spielzug. Beim Boccia kann der Ball mit der Hand oder mit dem Fuß ins Spiel gebracht werden. Fehlt auch die Kraft in den Armen, können Sie eine sogenannte Abrollschiene oder Rampe für Ihren Spielzug zu Hilfe nehmen. Hier steht im Vordergrund, gemeinsam Spaß zu haben und eine gute Zeit zu verbringen. Wem das Spiel mit den Kugeln besonders gefällt, kann im Verein Boccia spielen und sogar an Wettkämpfen teilnehmen.

Weitere Informationen und Vereine finden Sie unter:

http://www.drs.org/cms/sport/sportarten/boccia.html

http://www.boccia-bund.de/

http://www.boule-nrw.de/

http://www.sportfreunde-diakonie.de/?page_id=9

Ein Handbike macht Sie mobiler. Ob bei einer gemütlichen Radtour mit Freunden oder im Alltag auf dem Weg zum Einkaufen: Sie können ein Handbike vielseitig einsetzen. Der Einstieg ist unkompliziert: Vor den Rollstuhl gespannt, betreibt der Fahrer seinen „Drahtesel“ mit den Armen über eine Handkurbel mit integrierter Schaltung. Sogar elektrisch betriebene E‐Handbikes für kraftsparendes Fahren sind erhältlich. Handbiking stärkt Herz, Kreislauf und die Muskulatur des Oberkörpers, trainiert die Ausdauer und kann sogar der Fatigue entgegenwirken. Planen Sie Ihre Radtouren vorausschauend und wählen Sie gezielt flache und ebene Wegstrecken aus, die Sie mühelos befahren können. Überanstrengen Sie sich nicht! Auch hier sollte der Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen. Mit der Zeit nimmt die Kondition zu und Sie können die Strecken variieren und das Tempo erhöhen. Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen in bestimmten Fällen die Anschaffung eines Handbikes – fragen Sie dafür direkt bei Ihrer Krankenkasse nach Finanzierungs‐ und Unterstützungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen unter: http://handbike.de/wp/

http://www.drs.org/cms/sport/sportarten/handbike.html

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/index.php?kategorie=msundsport&cnr=324&anr=5461

 

 

 

 

 

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