MS News

Themenreihe "MS und Sport" - Teil 7

03.08.2015

Schritt für Schritt – Wandern

Schon ein halbstündiger täglicher Spaziergang fördert nachweislich die Gesundheit! Sich bei Wind und Wetter draußen in der Natur zu bewegen, wirkt auf vielen Ebenen: Es stärkt Herz, Lunge, Knochen und Abwehrkräfte, Ihr Körper schüttet Glückshormone aus, die wiederum Ihre Stimmung positiv beeinflussen.

Wandern ist „in“: Rund die Hälfte der Deutschen unternehmen regelmäßig längere Touren in moderatem Tempo. Gehen ist die natürlichste und zugleich umweltfreundlichste Art der Bewegung. Zur Ausübung benötigen Sie lediglich gutes Schuhwerk und wettertaugliche Bekleidung. Eintritt oder Kursgebühren fallen in der Regel nicht an.

Eile mit Weile

Anfangs reicht ein gemächlicher Spaziergang zum Beispiel durch einen Park. Lassen Sie dabei alle Eindrücke bewusst auf sich wirken und finden Sie heraus, was Ihnen besonders gefällt: die einzigartige Stimmung von unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeiten hautnah zu spüren, eine schöne Aussicht auf die Landschaft zu genießen, Tiere beobachten, Begegnungen mit anderen Menschen oder einfach nur die Ruhe beim Gehen zu genießen. Lassen Sie sich von Ihrer Freude leiten, dann kommen Ihnen ganz von selbst Ideen, was Ihr nächstes Ziel sein könnte.

Länge und Tempo einer jeden Wanderung bestimmen Sie – ganz nach Lust und Tageskondition. Wählen Sie Strecken aus, die Abkürzungen beinhalten beziehungsweise einen früheren Ausstieg aus der Tour zulassen. Gute Wanderführer (Buchhandel und Internetportale) geben Auskunft über Länge und Schwierigkeitsgrad der gewählten Strecke. Auch An- und Abreisemöglichkeiten mit Busstationen oder Parkplätzen, Einkehrmöglichkeiten und vieles mehr werden darin beschrieben. Viele Wandergebiete bieten interessante, gut befestigte Kurzstrecken für weniger Geübte und auch barrierefreie Wege. Wer sich mehr zutraut, dem steht ein nahezu unerschöpfliches, gut ausgeschildertes Wegenetz offen. Möchten Sie lieber in der Gruppe unterwegs sein und sich einem ortskundigen Führer anvertrauen? Gemeinden und regionale Wandervereinigungen bieten regelmäßig geführte Wanderungen an. Schauen Sie einfach auf den offiziellen Seiten Ihrer Zielregion nach oder rufen Sie eines der vielen speziellen Wanderportale auf, wie zum Beispiel: www.wandern.de, www.wanderverband.de, www.alpenverein.de

Was muss mit?

Wer sich länger zu Fuß bewegt, benötigt gut sitzende Wander- oder geländetaugliche Turnschuhe. Knöchelhohe Modelle stützen zusätzlich die Sprunggelenke und sorgen für sicheres Auftreten. Laufen Sie neue Schuhe vor einer längeren Tour unbedingt ein, das erspart Ihnen Blasen und Schmerzen an den Füßen. Teleskop- beziehungsweise Nordic-Walking-Stöcke entlasten Knie und Rücken, geben zusätzlich Halt in unwegsamem Gelände und mindern das Sturzrisiko. Lassen Sie sich den richtigen Gebrauch vorab von einem Experten zeigen, steigert das den Effekt sehr.

Mit leichter Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip sind Sie auf Temperaturschwankungen gut eingestellt. Bei Sonne schützt eine wetterfeste Jacke mit Kapuze vor Regen und Wind. Sonnenhut und -brille leisten ebenfalls gute Dienste. Ein leichter Wanderrucksack mit gepolsterten Schultergurten entlastet den Rücken. Er sollte alle wichtigen Utensilien enthalten: Mobiltelefon – eventuell mit GPS, Wanderkarte, Pflaster, Desinfektionsspray, Sonnenschutzcreme. Wer Schwitzen als unangenehm empfindet und dann unter einer Symptomverschlechterung leidet, kann Gelkissen oder Kühlakkus mitnehmen. Wassertreten in einem Kneippbecken oder kühlen Bach schafft kurzfristig Abhilfe. Bevorzugen Sie für unterwegs leichte Verpflegung wie Obst, Rohkost und belegte Brote oder Müsliriegel. Packen Sie ausreichend Wasser oder Saftschorle ein und bedenken Sie dabei, dass mit der Temperatur und dem Schwierigkeitsgrad der Strecke auch Ihr Flüssigkeitsbedarf steigt.

 

 

 

 

 

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