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Tierische Freu(n)de

12.06.2017

Haustiere bereichern das Leben und halten Herrchen und Frauchen „auf Trab“. Sie können den Tagen Struktur verleihen, Seelentröster und Zuhörer sein und einen positiven therapeutischen Effekt haben.

Viele Menschen schätzen Haustiere als treue und unterhaltsame Mitbewohner. In Deutschland lebt etwa jeder Dritte mit einem Haustier zusammen. Häufig ist das Haustier „der beste Freund des Menschen“ oder ein vollwertiges Familienmitglied. Sie haben ihren eigenen Charakter und nehmen im Leben ihrer Besitzer einen großen Raum ein. Dies trifft besonders für Hunde und Katzen zu – die in Deutschland beliebtesten Haustiere. Aber egal ob Hund, Katze, Nager, Vogel, Reptil, Fisch oder ein anderes Tier: Sie bereichern das Leben ihrer Besitzer, brauchen aber je nach Tierart auch einiges an Pflege, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Viele Zwei- und Vierbeiner geben diese Liebe aber auch gern zurück. So berichten viele Hunde- und Katzenbesitzer, dass ihr Liebling ihre Stimmung wahrnimmt und auf sie eingeht. Katzen und Hunde können negative Gefühle und Ängste ihres Besitzers positiv beeinflussen. Sie trösten ihn, wenn es ihm seelisch oder körperlich nicht so gut geht. Das Streicheln einer schmusewilligen Fellnase und das Schnurren einer Katze haben einen beruhigenden Effekt, können Stress mindern und beim Einschlafen helfen.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein Haustier anzuschaffen, überlegen Sie vorher, was Ihnen wichtig und möglich ist. Was wünschen Sie sich von Ihrem neuen tierischen Gefährten und welche Anforderungen darf er an ihre Zeit, Geduld und Kraft stellen? Eine gute Übersicht über die verschiedenen Tierarten, deren Eigenschaften und Bedürfnisse finden Sie hier.

Ein Hund braucht täglich Auslauf – positiver Nebeneffekt: Für Ihre tägliche Bewegung an der frischen Luft ist gesorgt. Das hält fit. Optimal ist es, wenn die Pflicht zum regelmäßigen Gassigehen auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Vor allem in Zeiten, in denen es Ihnen als MS-Patienten mal nicht so gut geht. Einen jungen Hund von klein auf zu erziehen ist aufwändig, aber auch eine schöne Erfahrung. Wer diese Erziehungsarbeit scheut, kann einen bereits erzogenen beziehungsweise ausgebildeten Hund kaufen. Die Hunderasse kann ebenfalls wichtig sein, denn die Unterschiede in Körpergröße, Charakter und Bedürfnissen sind groß. Nicht jede Rasse ist für unerfahrene Hundebesitzer geeignet. Hier finden Sie eine Übersicht über viele Hunderassen, ihre Charaktereigenschaften und Bedürfnisse. Eventuell kommt für Sie auch ein ausgebildeter Servicehund infrage. Spaziergänge mit dem Hund sind auch eine gute Gelegenheit, mit anderen in Kontakt zu kommen.

Katzen sind tendenziell selbstständiger als Hunde, dafür aber auch eigensinniger. Sie unternehmen ihre Streifzüge allein und vertragen auch meist Abwesenheiten ihres Besitzers wesentlich besser als Hunde. Doch auch sie haben Ansprüche: Futter, Streicheleinheiten und spielerische Beschäftigung fordern sie meist sehr selbstbewusst ein. Übrigens lassen sich nicht nur Hunde, sondern auch einige Katzen gut trainieren: Mit dem sogenannten Clickertraining können Sie der Katze einige Tricks beibringen. Sollten Sie weniger Zeit haben, sich mit Ihrer Katze ausgiebig zu beschäftigen, kann eine zweite Katze als Spielgefährtin helfen.

Andere Tierarten wie Vögel, Reptilien, Nager oder Fische müssen zwar ebenfalls gefüttert und ihr Käfig, Aquarium oder Terrarium regelmäßig gereinigt werden, sie beanspruchen aber nicht so viel Zuwendung. Kaninchen, Vögel, einige Nagetiere und die meisten Fische brauchen die Gesellschaft von Artgenossen, während Goldhamster, Schildkröten und Chamäleons Einzelgänger sind. Da die meisten dieser Kleintiere gegenüber dem Menschen wenig kontaktfreudig oder sogar ängstlich sind, eignen sie sich nur in Maßen oder gar nicht zum Schmusen und Herumtragen – egal, ob sie ein flauschiges Fell, Federn oder Schuppen haben. Aber auch ohne Kuschelfaktor kann es Ihr Leben sehr bereichern, diese Tiere zu beobachten und für sie zu sorgen. Fische in einem Aquarium zu beobachten, wird zum Beispiel ein beruhigender und entspannender Effekt nachgesagt. Nicht umsonst finden sich auch in Wartebereichen von Arztpraxen und Firmen oft Schauaquarien.
 
Ein geregelter Tagesablauf kann dabei helfen, Ihre und die Bedürfnisse Ihres Tieres zu vereinbaren. Er hilft Ihnen dabei, Ihre Kräfte gut einzuteilen und kann Ermüdung und Fatigue entgegenwirken. Viele Tiere stellen sich in der Regel gut auf feste Zeiten ein und übernehmen die Funktion eines freundlichen Erinnerungsdienstes.

Ihr Liebling sollte auch gut versorgt sein, wenn Sie selbst krank sind oder mit Ihrer Kraft haushalten müssen. Besprechen Sie schon bei der Anschaffung, wer bei Bedarf einspringen und sich um ihn kümmern kann. Wenn Ihr Tier eine starke Bindung an Sie aufgebaut und Dritten gegenüber eher ängstlich oder aggressiv ist, sollte es zu seinem Ersatzherrchen oder -frauchen möglichst früh Kontakt und eine gute Beziehung aufbauen können, damit die Betreuung später im Notfall klappt.

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

http://www.ms-life.de/ms-leben/alltag/familie/das-halten-von-haustieren/ (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.ms-life.de/ms-service/ms-news/detail/article/ein-treuer-freund-an-ihrer-seite/ (Zugriff: 06.03.2017)

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/dmsg-aktuell/news-article/News/detail/video-ueber-multiple-sklerose-und-haustiere/ (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.ms-life.de/ms-service/ms-news/detail/article/die-tiergestuetzte-therapie-wenn-hunde-katzen-und-lamas-heilen-helfen/ (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.haustiere-wissen.de/ (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.hunde.de/hund/hunderassen/ (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.vdh.de/welpen/welche-rasse-passt-zu-mir (Zugriff: 06.03.2017)

http://www.katzen-fieber.de/katzenclickern.php (Zugriff: 06.03.2017)

 

 

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