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Rauchen kann Schübe begünstigen

28.12.2017

Rauchen, wenig Bewegung und falsche Ernährung: Viele MS-Betroffene wünschen sich ein gesünderes und bewussteres Leben. Das ist nicht immer einfach. Vielleicht helfen folgende Ergebnisse, um motiviert am Ball zu bleiben ...

Die gute Nachricht zuerst: Auch Raucher können ihr Risiko noch um ein Drittel reduzieren, wenn Sie jetzt mit dem Rauchen aufhören. Eine britische Studie lieferte die Beweise: Von dem Verzicht auf Zigaretten profitierten sowohl Menschen, die vor dem Ausbruch der MS mit dem Rauchen aufhörten, als auch Betroffene, die erst nach der MS-Diagnose Nichtraucher wurden.

Bei Rauchern hat die Multiple Sklerose in der Regel einen schwereren Verlauf und schreitet zudem auch schneller voran als bei Nichtrauchern. Zwar war dies aus mehreren Studien bereits bekannt, aber wie der Einfluss des Zigarettenrauchens auf den Verlauf der Krankheit genau aussieht, war nicht eindeutig geklärt. Auf der EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale), die den Schweregrad der Behinderung erfasst, waren die Werte der Raucher um durchschnittlich 0,68 Punkte schlechter. Die Studien zeigen, dass Raucher ein um 64 Prozent höheres Risiko haben, den Schweregrad 4 auf der EDSS-Skala zu erreichen. Das Risiko, den Schweregrad 6 zu erreichen, war für Raucher um 49 Prozent höher als für nicht rauchende MS-Patienten.

Selbst wenn Sie es nicht schaffen, ganz „rauchfrei“ zu werden, so hilft es schon, wenn Sie den Zigarettenkonsum einschränken.

Höheres Risiko auch für Passivraucher
Zudem zeigten mehrere Studien, dass auch Passivraucher ein erhöhtes Risiko haben könnten, einen schwereren Verlauf der MS zu erleiden. Es steigt genau wie bei den Rauchern mit der Anzahl der Zigaretten, die sie passiv inhalieren. Aber auch Passivraucher profitieren davon, wenn in ihrer Umgebung nicht mehr geraucht wird.

 

 

 

 

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