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Wichtig: Kontrolluntersuchungen bei MS

08.08.2016

Nicht nur zur Diagnosestellung, sondern auch vor Beginn und während einer MS-Therapie ist es erforderlich, bestimmte Untersuchungen durchzuführen. Welche das im Einzelnen sind, hängt sowohl vom Patienten als auch vom gewählten Medikament ab. Grundsätzlich müssen die Kontrolltermine zuverlässig wahrgenommen werden. Zudem hat es sich bewährt, wenn Patienten dabei eine aktive Rolle einnehmen.

Monitoring ist der Fachbegriff für die medizinischen Kontrolluntersuchungen. Im Falle der Multiplen Sklerose sind das MRT-Aufnahmen zur Verlaufskontrolle und bestimmte Blutuntersuchungen zur Therapiekontrolle. Dabei erfordert jede Therapie, jedes Medikament ein eigenes Monitoring, entsprechend den Vorgaben des Herstellers. So reicht es bei den Interferonen oftmals aus (sofern keine weiteren Erkrankungen vorliegen), vor Therapiebeginn ein sogenanntes „großes Blutbild“ anzufertigen sowie die Leber- und Nierenwerte zu prüfen und dann während der Therapie Kontrollen nach Bedarf durchzuführen. Andere Medikamente erfordern dagegen engmaschigere Kontrollen.

An erster Stelle steht die Sicherheit

Alle diese Kontrollen sorgen für mehr Sicherheit. Denn anhand der Werte kann der Gesundheitszustand geprüft und dokumentiert werden. Etwaige Veränderungen lassen sich feststellen – damit kann der Arzt frühzeitig eingreifen, wenn es z. B. zu einer Verschlechterung gekommen ist. Außerdem lässt sich anhand der Laborwerte erkennen, wie gut der Patient das Medikament verträgt. Eine Unverträglichkeit kann sich u. a. in erhöhten Leberwerten zeigen. Natürlich muss der Patient trotz Monitoring auf Veränderungen achten und diese dem Arzt mitteilen.

Laborwerte selbst dokumentieren

Wie kann nun der MS-Patient dazu beitragen, das Monitoring entsprechend den Vorgaben sicherzustellen? Hier gibt es für einige Therapien praktische Hefte, in die der Patient jeden Kontrolltermin und die jeweiligen Werte eintragen kann. Bitte fragen Sie Ihren Neurologen nach den Möglichkeiten zum Dokumentieren der Laborwerte. Vorteil: Neben der Dokumentation durch die Arztpraxis kann jeder Patient Verantwortung übernehmen und den Verlauf selbst beobachten.
Nähere Informationen hierzu geben Ihnen Ihr neurologisches Praxisteam oder das MS Service-Center unter der kostenfreien Servicenummer: 0800 030 77 30 (Mo – Fr von 8.00 – 20.00 Uhr).

 

 

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