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Wie verteilt sich Multiple Sklerose auf der Welt?

31.07.2018

Die Zahlen der Menschen mit MS weichen in den verschiedenen Regionen der Erde stark voneinander ab. Scheinbar kommt MS seltener vor, je näher die Menschen am Äquator leben. Lesen Sie hier einige Trends …

Beobachtungen zeigen, dass die Häufigkeit von MS-Erkrankungen innerhalb von Europa generell von Süden nach Norden zunimmt: Einer Untersuchung zufolge sind in Kanada auf der Nordhalbkugel 290 von 100.000 Menschen an MS erkrankt und in Ecuador am Äquator 3,2 Betroffene von 100.000 Einwohnern.

In Europa zeichnet sich ebenfalls der Trend ab, dass in südlichen Lagen weniger Menschen von MS betroffen sind:

• 34 von 100.000 Türken waren im Jahr 2009 an MS erkrankt,
• 80 von 100.000 Spaniern,
• 90 bis 93 Belgiern, Luxemburgern, Österreichern und Schweizern sowie
• 129 bis 137 von 100.000 Dänen, Finnen und Deutschen.

Solche geografischen Unterschiede lassen vermuten, dass die Erkrankung mit der Sonneneinstrahlung und dem Vitamin-D-Spiegel zusammenhängen könnte. Allerdings zeigen sich in Ländern auf den gleichen Breitengraden ebenfalls erhebliche Unterschiede. So waren beispielsweise in den Nachbarländern Deutschlands „nur“

• 120 von 100.000 Niederländern an MS erkrankt und
• 77 von 100.000 Polen.

Der Europäische MS-Atlas der Internationalen MS Föderation (MSIF) verdeutlicht die allgemeine Lage weltweit:

• 2,3 Millionen waren im Jahr 2013 weltweit an MS erkrankt,
• 9,5 Prozent mehr als im Jahr 2008.
• 2-mal mehr Frauen als Männer sind betroffen, in manchen Ländern sind Frauen sogar 3-mal häufiger betroffen und bei
• 5 von 100 neudiagnostizierten Patienten handelt es sich um Kinder.


Mehr zur Verteilung von MS weltweit lesen Sie hier:

Häufigkeit und Verteilung von MS – wer ist betroffen?

 

 

 

 

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