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Wildbeeren – lecker und gesund

21.12.2015

Besonders im Winter braucht unser Körper viele Nähr- und Vitalstoffe, um das Immunsystem zu stärken und fit zu bleiben. Um den Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose möglichst günstig zu beeinflussen, empfehlen Experten eine ausgewogene, fettreduzierte und ballaststoffreiche Ernährung. Gesundes Essen beinhaltet ausreichend Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Im Winter ist es jedoch schwierig, seinen Körper mit ausreichend Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen. Neben der reduzierten Auswahl an frischen und regionalen Obst- und Gemüsesorten, lädt die kalte Jahreszeit häufig zu deftigen und fetten Gerichten ein. Fehlende Bewegung bei Kälte, Regen und Schnee sowie mangelndes Sonnenlicht schwächen zusätzlich die Abwehrkräfte und das Immunsystem.

Doch auch die Wintersaison bietet eine Vielzahl an gesunden Gemüsesorten und Früchten, die bereits in Zeiten ohne Vitaminpillen und Nahrungsergänzungsmitteln schon unseren Vorfahren als zuverlässige Vitaminlieferanten dienten. Vitamine sind an vielen Stoffwechselabläufen beteiligt. Sie unterstützen die Verwertung von Kohlenhydraten und Mineralstoffen und dienen damit letztlich der Energiegewinnung. Auch beim Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen sind sie unverzichtbar. Wildbeeren schmecken nicht nur gut, sie sind auch wichtige Vitaminversorger und damit essenziell, um gesund und munter die dunkle Jahreszeit zu überstehen.

Richtige Vitamin-Bomben sind heimische Wildbeeren wie Sanddorn, Hagebutte und Schlehe. Sie reifen im Spätherbst und Winter und sind reich an stärkendem Vitamin C und Mineralien. Die leuchtend orange Sanddorn-Beere wird wegen ihres kräftigen sauren Geschmacks auch „Zitrone des Nordens“ genannt. Sie enthält sogar mehr Vitamin C als die gelbe Zitrusfrucht und bereits wenige Früchte des Sanddornstrauchs decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Die Beeren können zu Saft, Gelee, Smoothies oder Marmelade verarbeitet und auch gut zum Beispiel mit Äpfeln oder Orangen kombiniert werden.

Schlehen sind etwa 10 – 15 Millimeter große, blaue Steinfrüchte und wachsen am Schwarzdorn-Busch. Ihr Aussehen erinnert etwas an Pflaumen. Neben Vitamin C enthalten sie eine große Menge Vitamin B1. Schlehen werden ebenfalls vorrangig mit anderen Früchten zu Saft und Marmelade verarbeitet. Roh sollte man Schlehen nicht verzehren, da sie geringe Spuren von Blausäure enthalten.

Die Hagebutte kennt wohl jedes Kind aus dem bekannten Kinderlied über das „Männlein im Walde“ oder auch als Juckpulver zum Streichespielen. Neben ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt liefert die Hagebutte zusätzlich Vitamin A, Vitamin B2 und Eisen und kann damit den Kreislauf so richtig in Schwung bringen. Auch die Hagebutte ist beliebt als Marmelade und Tee.

Wildbeeren findet man gelegentlich auf ländlichen Bauernmärkten. Hobby-Botaniker, die sich mit dem Bestimmen von Sträuchern, Blättern und Beeren gut auskennen, können die heimischen Beeren auch „ganz Bio“ in der Natur sammeln. Beim Kochen der wilden Beeren geht etwas vom hohen Vitamin-C-Gehalt verloren, doch man erhält trotzdem noch sehr vitaminhaltige Marmeladen und Getränke. Ganz nebenbei sind Wildbeeren auch noch dekorativ und bringen Farbe in die dunkle Jahreszeit, so dass man rundum frisch und munter bis zum nächsten Frühling bleibt.

Referenzen und weiter Informationen:

http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/Schlehen

http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/sanddorn-zitrone-des-nordens

http://www.gartenjournal.net/schlehe-giftig

http://www.swr.de/landesschau-rp/gut-zu-wissen/vitamine-im-winter-power-stoff-wildbeeren/-/id=233210/did=16211038/nid=233210/11m4ed5/index.htm

http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Mit-Vitaminen-durch-Winter,sendung333516.html

 

 

 

 

 

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