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Wissenswertes rund um die digitale Therapieunterstützung

30.05.2018

10.000 Schritte am Tag sollen wir gehen – heißt es. Doch wussten Sie, dass diese exakte Zahl keinen wissenschaftlichen Hintergrund hat, sondern der Marketingkampagne eines japanischen Unternehmens entsprang?

Der Name der Firma ist Yamasa Tokei und die Marketingkampagne drehte sich um einen der ersten Schrittzähler, der anlässlich der Olympischen Spiele in Tokio auf den Markt gebracht worden ist. Das war im Jahr 1964, von digitaler Technik also noch weit entfernt. Die Hersteller nannten ihr Produkt Man-po-kei, zu Deutsch etwa 10.000-Schritt-Maß. Auch wenn 10.000 Schritte am Tag die Gesundheit sicher fördern – um eine fundierte Fitnesszahl handelt es sich dabei nicht.

 

Richtig durchgesetzt haben sich die Schrittzähler jedoch erst in Zeiten der Digitalisierung:

  • 115 Millionen Wearables wurden 2017 verkauft. (Wearables ist ein Überbegriff für am Körper tragbare Elektronik, wie zum Beispiel Smartwatches, Fitnessarmbänder oder Datenbrillen.)
  • Etwa 71,5 Millionen Geräte sollen weltweit abgesetzt worden sein.
  • Etwa jeder 3. von 1.500 Befragten überwacht seine Gesundheit mit digitalen Hilfsmitteln.
  • Fast jeder 2. Deutsche Smartphone Nutzer verwendet Gesundheits-Apps.
  • 3 von 4 dieser Nutzer gaben an, durch die Programme ihre Gesundheit generell verbessern zu wollen.
  • Jeder 4. bevorzugt Apps, durch die Blutdruck, Herzfrequenz oder Pulsschlag gemessen werden.
  • Jeder 5. nutzt Apps mit Informationen über Gesundheit, Ernährung und Fitness.
  • 2 von 3 Deutschen (fast 40 Millionen Menschen) suchen im Internet nach Informationen über gesundheitliche Themen, vorwiegend über Verletzungen, Krankheiten, Ernährung und gesundheitserhaltende Maßnahmen.
  • 3 von 4 dieser Menschen sind Frauen.

 

Allerdings nutzen viele Menschen das Internet, um die Hilfe anderer Menschen zu finden:

  • 44 von 100 Menschen finden im Internet einen geeigneten Arzt,
  • 38 von 100 suchen und finden dort Ratschläge von Dritten,
  • 22 von 100 finden Services von Experten auf dem jeweiligen Fachgebiet und
  • nur 4 von 100 geben an, im Internet gar keine Hilfe in gesundheitlichen Fragen zu finden.