Häufigkeit und Verbreitung der MS – Wer ist betroffen?

Verhältnis von Häufigkeit zu Alter in Jahren mit einer Unterscheidung zwischen Frauen und Männern
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Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt, in Deutschland leben mehr als 120.000 Menschen mit MS und jährlich kommen ca. 2.500 Menschen mit der Diagnose MS hinzu.

Alter

Insgesamt tritt MS bei 90 Prozent aller Patienten zwischen dem 15. und dem 60 Lebensjahr, am häufigsten zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, erstmals auf. Jeder zweite Patient wird vor dem 30. Lebensjahr mit den Symptomen konfrontiert. Im Kindes- und Seniorenalter ist die MS nur selten im Stadium der Ersterkrankung zu finden.
 

Geschlecht

Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger von MS betroffen als Männer. Der Grund hierfür ist noch nicht genau bekannt, aber vermutlich sind hormonelle Einflüsse verantwortlich. Dafür spricht, dass die Krankheit Frauen und Männer gleichermaßen betrifft, wenn sie erst nach dem 40. Lebensjahr auftritt.

Globale Verteilung

Weltkarte mit globaler geographischer Verteilung der MS-Prävalenz 2012
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Das Risiko, an MS zu erkranken steigt mit der geographischen Entfernung vom Äquator an: MS ist eher in Ländern mit gemäßigtem Klima verbreitet als in wärmeren Regionen. Dabei zeigt sich eine Häufung der Erkrankung in den kühleren Klimazonen der nördlichen Hemisphäre – und zwar vor allem in Gebieten zwischen dem 40. und dem 60. Breitengrad.

Als Hypothesen zur Erklärung dieser Verteilung werden Aspekte wie Klima, erbliche Faktoren, kulturelle Gewohnheiten sowie die Ernährung herangezogen. Keines dieser Erklärungsmodelle kann vollständig überzeugen, denn auch innerhalb eines Landes schwanken die Zahlen.

Untersuchungen von Auswanderer-Familien zeigen, dass Neuankömmlinge noch das gleiche Erkrankungs-Risiko wie in ihrem Herkunftsland haben. Ihre Kinder jedoch passen sich offenbar den Bedingungen der neuen Heimat an, vorausgesetzt, sie sind vor dem Erreichen des 15. Lebensjahrs immigriert.