Darmstörungen

Am häufigsten treten Darmstörungen bei MS in Form von Verstopfung auf, seltener ist eine Stuhlinkontinenz.

Die Darmtätigkeit wird durch verschiedene Nerven reguliert. Wenn die MS diese Nerven angreift, kann das zu einer Verlangsamung der Darmtätigkeit führen. Der Darm wird träge, was zu Verstopfung und hartem Stuhlgang führen kann. Verstopfung bei MS kann auch eine andere Ursache haben: Wenn der Schließmuskel verkrampft, kann es ebenfalls passieren, dass sich der Darm nicht entleert.

Bei unkontrolliertem Stuhlabgang spricht man von Stuhlinkontinenz. Ursache hierfür kann eine Störung der Nervenimpulsübertragung sein, die eine willentliche Steuerung der Darmentleerung erschwert.

Eine Verstopfung muss aber nicht unbedingt Folge der MS sein. Auch eine ballaststoffarme Ernährung, Flüssigkeitsmangel, Bewegungsmangel oder auch die Nebenwirkungen einiger Medikamente können Darmträgheit auslösen.

Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst müssen die Ursachen der Darmprobleme durch einen Arzt festgestellt werden.

Liegt eine Störung des Schließmuskels bzw. des Beckenbodens vor, gibt es spezielle Behandlungsverfahren. Ist dagegen Darmträgheit die Ursache der Verstopfung, kann der Patient selbst sehr viel dagegen tun, zum Beispiel durch eine ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung. Zur Therapie der Stuhlinkontinenz gibt es ebenfalls spezielle Behandlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise ein Toilettentraining.