Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Im Verlauf der MS kann es neben der Beeinträchtigung des körperlichen Leistungsvermögens und der Müdigkeit (Fatigue) auch zu einer Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit kommen. Man bezeichnet die möglichen Symptome zusammenfassend als kognitive Störungen.

Als kognitive Fähigkeiten bezeichnet man die sogenannten höheren Gehirnfunktionen, also alle Fähigkeiten, die mit Wahrnehmen, Denken, Planen und Merken zu tun haben.

Oft sind die Ursachen von kognitiven Beeinträchtigungen MS-bedingte Entzündungen der Nervenbahnen, die Probleme mit dem Gedächtnis, der Konzentration oder dem Reaktionsvermögen zur Folge haben. Viele, parallel auftretende Reize können nicht ausreichend schnell verarbeitet und selektiert werden und führen zu einer Überforderung.

Meistens handelt es sich nur um geringfügige Einbußen in der Leistungsfähigkeit des Gehirns. Die Intelligenz vermindert sich durch MS-bedingte kognitive Störungen nicht, aber die geistigen Prozesse können verlangsamt sein.

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt speziell für MS-Patienten neuropsychologische Tests, die kognitive Störungen messen. Diese Tests helfen dem Arzt, die kognitive Leistungsfähigkeit der einzelnen Teilbereiche differenziert zu beurteilen. Auf dieser Basis kann dann eine gezielte Therapie gewählt und entsprechende Strategien zur Überwindung oder Kompensation der Einschränkungen entwickelt werden.