Interferon beta-1a i.m. in der MS-Therapie

Interferone sind Eiweiße, die bei Entzündungsreaktionen im Körper ausgeschüttet werden und die Aktivität des Immunsystems sowohl verstärken als auch verringern können. Inzwischen sind mehr als 20 verschiedene Interferone bekannt. Für die Therapie der Multiplen Sklerose (MS) wird Interferon beta seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.

  • Langjährige Erfahrungen mit Interferon betaOpen or Close

    Interferon beta-Präparate zeichnen sich durch langjährige Erfahrungen in der Therapie von Patienten mit schubförmiger MS und somit durch umfassende Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus. Sie werden – je nach Art der Herstellung – unterschieden in Interferon beta-1b und Interferon beta-1a. Während Interferon beta-1b von Bakterien (E. coli) produziert wird, stammt Interferon beta-1a aus Säugetierzellen und ähnelt daher stärker dem natürlichen Interferon beta des Menschen.

    Seit 2014 kommt auch Peginterferon beta-1a zur Therapie der schubförmigen MS bei Erwachsenen zum Einsatz. Es handelt sich um die pegylierte Form von Interferon beta-1a und unterscheidet sich von herkömmlichen Interferonen dadurch, dass das Polymer Polyethylenglykol, abgekürzt PEG, an ein Interferon-Protein gebunden ist. Das pegylierte Interferon-Molekül wird aufgrund seiner Größe langsamer über die Niere ausgeschieden. Dies ermöglicht eine subkutane Anwendung im Abstand von 2 Wochen.

    Da alle Interferon-Präparate im Magen-Darm-Trakt empfindlich auf Magensäure reagieren, stehen sie nicht in Tablettenform zur Verfügung und müssen injiziert werden.

  • Injektionshilfen erleichtern die SelbstinjektionOpen or Close

    Für die meisten Interferon beta-Präparate stehen Injektionshilfen zur Verfügung, die die Selbstinjektion stark vereinfachen. Einige Injektoren müssen vorbereitet werden, andere wiederum sind sofort einsatzbereit, weil der Wirkstoff bereits in einem Pen enthalten ist. In diesem Fall erfolgt die Injektion automatisch in wenigen Sekunden auf Knopfdruck. Das macht die Anwendung sicherer und der MS-Patient ist unabhängiger von fremder Hilfe.

  • Gute Wirksamkeit von Interferon betaOpen or Close

    Interferon beta hat verschiedene Effekte im Körper: Es wirkt gegen Viren (antiviral), beeinflusst das Immunsystem (immunmodulatorisch) und hemmt die Teilung von schnell teilenden Zellen, beispielsweise Tumorzellen (antiproliferativ). Welche genauen Mechanismen bei der Therapie der MS zu Grunde liegen, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Es gibt Hinweise, dass Interferon beta sowohl auf Immunzellen als auch auf Botenstoffe Einfluss hat, die an den Entzündungsprozessen der Nerven beteiligt sind. Die Wirksamkeit in der MS-Therapie ist hingegen durch zahlreiche Studien belegt.


    Bitte beachten Sie, dass für die Angaben zu Wirkstoffen und Dosierungen keine Gewähr übernommen wird. Für konkrete, individuelle Therapieempfehlungen sprechen Sie am besten mit einem Arzt, der Erfahrung in der Behandlung von MS-Patienten hat.

Bitte beachten Sie, dass für die Angaben zu Wirkstoffen und Dosierungen keine Gewähr übernommen wird. Für konkrete, individuelle Therapieempfehlungen sprechen Sie am besten mit einem Arzt, der Erfahrung in der Behandlung von MS-Patienten hat.