Kernspintomographie (MRT) sichert MS-Diagnose

Kopf mit den Schnittflächen des MRT eingezeichnet, bezeichnet mit den Buchstaben a,b und c
© schmid:heilig/Biogen

Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie bzw. MRT genannt) erzeugt schmerz- und weitgehend risikolos Schnittbilder des Körperinneren. Damit können Gewebestrukturen und entzündliche Veränderungen in Gehirn und Rückenmark sehr genau dargestellt werden.

Mit dem MRT kann die MS-Diagnose gestützt und der Verlauf der Erkrankung kontrolliert werden. Patienten mit einer klinisch sicheren MS haben auch in der Kernspintomographie sichtbare Entzündungsherde (Läsionen). Dennoch muss der Arzt für eine verlässliche Diagnose die MRT-Ergebnisse immer zusammen mit anderen Untersuchungsbefunden interpretieren.

  • Darstellung von MS-Läsionen in der MRTOpen or Close
    Schematische Darstellungen der Läsionen bei einer MRT im Gehirn
    © schmid:heilig/Biogen

    Anhand der Zahl und Größe der Entzündungsherde, die bei der MRT dargestellt werden, kann der Arzt vor allem in frühen Phasen der Erkrankung entscheiden, dass mit einer Therapie begonnen werden soll.

    Das MRT erlaubt es, frische Entzündungen von alten, narbig abgeheilten Läsionen, die vielleicht bei einem früheren Schub entstanden sind, zu unterscheiden. Um diese Unterscheidung sichtbar machen zu können, wird dem Patienten vor der Messung ein spezielles Kontrastmittel (Gadolinium) gespritzt, das sich in frischen Läsionen anreichert, in alten jedoch nicht.
     
    Auf diese Weise kann die MRT individuell unterschiedliche Hinweise auf ältere entzündliche Ereignisse liefern oder in der Frühphase der Erkrankung MS-Läsionen entdecken, die bislang noch keine Symptome zur Folge hatten.

  • Wann ist die MRT sinnvoll?Open or Close

    Die MRT wird derzeit in der MS-Diagnostik vor allem bei Verdacht auf eine MS, also zu Beginn der Erkrankung eingesetzt, um – gemeinsam mit anderen Untersuchungen – die Diagnose abzusichern.

    Bei einem erneuten Auftreten von Beschwerden kann die Durchführung einer MRT sinnvoll sein, um andere Erkrankungen auszuschließen oder Hinweise auf das Ansprechen der Therapie zu erhalten.