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Reha-Zentrum Berliner Tor




NTC Hamburg, Reha-Zentrum Berliner Tor

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"Morgens Reha - abends zu Hause" lautet das Motto des Neurologischen Therapiecentrums (NTC) Hamburg. Es bietet eine ambulante/teilstationäre Rehabilitation vor allem für MS-Patienten, die leichtere bis mittelschwere Einschränkungen aufweisen. Im Vordergrund steht, die Erkrankung besser in den Alltag zu integrieren und die Berufsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Das Neurologische Therapiecentrum (NTC) Hamburg ist für verschiedene neurologische Erkrankungen auf die ambulante/teilstationäre Rehabilitation spezialisiert. Diese Art der Betreuung bietet sich im Fall der Multiplen Sklerose (MS) vor allem für die mittlere Phase der Krankheitsentwicklung an, in der die Patienten in der Regel durchschnittlich seit 3-15 Jahren erkrankt sind. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Schübe unvollständig zurückgebildet haben bzw. deutliche Defizite bestehen geblieben sind. In dieser Zeit verfolgt die Rehabilitation vornehmlich die Ziele, bestimmte Lebensstandards (Mobilität, Arbeitsfähigkeit) zu erhalten oder zu verbessern, den kompetenten Umgang mit der Erkrankung zu fördern und Beeinträchtigungen sowohl der Lebensqualität als auch der Selbstständigkeit zu verzögern.

Die ambulante/teilstationäre, wohnortnahe Rehabilitation bietet für den Patienten viele Vorteile: So können die Therapieziele individuell und flexibel am häuslichen/familiären/beruflichen Alltag ausgerichtet und umgekehrt neu erlernte Fähigkeiten direkt im Alltag erprobt werden. Zudem lassen sich Angehörige leichter in die Therapieplanung einbinden. Schließlich haben die Ärzte/Therapeuten bei Wunsch des Patienten leichter die Möglichkeit, Kontakt zu dem Arbeitgeber aufzunehmen, um durch Anpassung des Arbeitsplatzes oder Kürzung der Wochenarbeitszeit die Berufstätigkeit zu erhalten (dieses Angebot wird nach den Erfahrungen des NTC Hamburg von Arbeitgebern und Patienten sehr gern angenommen).

Ein weiterer Vorteil ist schließlich, insbesondere bei Vorliegen eines Müdigkeitssyndroms (Fatigue), die Rehabilitation langsam angehen und jeweils ein bis zwei Tage Pause zur Regeneration einlegen zu können. Für die ambulante Versorgung muss der Erkrankte allerdings – alleine oder mit Hilfe von Angehörigen – in der Lage sein, den Weg zwischen Wohnort und Klinik zurückzulegen.

Sowohl für Diagnose und Therapie als auch für die weitere Versorgung der Patienten ist das NTC Hamburg im eigenen Haus und innerhalb der Stadt eng mit anderen Einrichtungen vernetzt. Kardiologische, psychosomatische und orthopädische Untersuchungen, die über die angebotenen neurologischen Standard- und Sonderleistungen hinausgehen, können beispielsweise in weiteren Abteilungen des Reha-Zentrums Berliner Tor durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der MS-Ambulanz der Neurologie der Universitätsklinik Eppendorf. Zudem bestehen Kooperationen mit Schwerpunktpraxen, Pflegediensten und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.

Ausstattung

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Das NTC Hamburg verfügt über modern ausgestattete Untersuchungsräume sowie Räumlichkeiten für die Einzel- und Gruppentherapie. Darüber hinaus gibt es einen Ruheraum mit sechs Therapeutischen Liegen, Decken und Entspannungsmusik, in dem sich insbesondere Patienten mit Fatigue zwischendurch erholen können. Das Mittagessen wird im Hause zubereitet. Die Patienten können es – je nach Mobilität – entweder in der Kantine oder direkt im Trainingsstockwerk zu sich nehmen.

Behandlungsschwerpunkte & Rehaziele

Im NTC Hamburg werden 33 Patienten von 13 Therapeuten betreut. Dieses kleine Team ermöglicht eine sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein sehr intensives Training. Zugleich sorgt es für eine persönliche Atmosphäre, in der Ärzte und Therapeuten ein partnerschaftliches Verhältnis zum Patienten aufbauen.

Die Behandlung erfolgt zwischen 9.00 und 16.00 Uhr. Sie wird individuell auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt und besteht beispielsweise aus Fitnessübungen mit den Physiotherapeuten, die auf neuesten Reha-Methoden basieren. Ziel ist es, wieder mehr Sensibilität zu entwickeln und stagnierende oder verlorengegangene motorische Fähigkeiten selbstständig oder in der Gruppe (Fahrradgruppe, Gleichgewichtsgruppe) zu trainieren. Während der Arbeit im Gruppenraum können sich die Patienten mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren.

Zwei Diplompsychologen bieten zudem Psychotherapie an. Bei Patienten mit eingeschränkten geistigen Fähigkeiten arbeiten sie eng mit Logopäden zusammen. In Kooperation versuchen die Therapeuten beispielsweise mit Hilfe eines videogestützten Sprachtrainings, den Betroffenen die Angst davor zu nehmen, mit anderen Menschen zu reden und oder zu telefonieren. Und für Patienten mit Gedächtnisschwäche, Konzentrationseinbußen und Verhaltensauffälligkeiten gibt es spezielle Trainingseinheiten bei Neuropsychologen. Darüber hinaus erhalten die Patienten vielfältige Hilfen für ihren privaten und beruflichen Alltag. Ein zentrales Thema ist etwa der Umgang mit Fatigue: Die Erkrankten sollen lernen, ihre Leistungsgrenzen zu erkennen und zu akzeptieren und rechtzeitig Pausen einzulegen.

Das Angebot umfasst im Einzelnen:


  • Physiotherapie: Bobath, Propriozeptive neuromuskuläre Fascilitation (PNF), Manuelle Therapie, Rückenschule u.a.

  • Ergotherapie: Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage (Affolter, Perfetti, Bobath), motorisch funktionelle und andere ergotherapeutische Spiele, handwerkliche Techniken

  • Logopädie: Behandlung von Aphasie (Sprachstörung), Dysarthrie und Sprechapraxie (Sprechstörungen), Dysphagie (Schluckstörung) sowie Stimmstörung

  • Neuropsychologie: fundierte neuropsychologische Diagnostik, kognitives Training, Psychotherapie und Verhaltenstherapie, Entspannungstherapie, Krankheitsverarbeitung, kompensatorische Strategien, Hilfen bei der beruflichen Wiedereingliederung

Spezielle medizinische Angebote

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Zu den weiteren therapeutischen Angeboten gehören:

  • Haushalts- und Selbsthilfetraining: Grundtraining (Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen und Trinken), erweitertes Selbsthilfetraining (Haushaltstraining, Stadttraining mit Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel, Einkaufstraining), Hausbesuch (Abklären und Verbessern der häuslichen Situation), Hilfsmittelberatung (Anpassen und eventuell Herstellen individueller Hilfsmittel), Angehörigenberatung und -anleitung, handwerkliche Therapie und Belastungstraining, Unterstützung der beruflichen Rehabilitation

  • Sozialdienst: Hilfestellungen bei Rentenanträgen, Schwerbehindertenausweis, Pflegestufen, Umschulung, beruflicher Wiedereingliederung, Hilfsmitteln

  • Prüfung der Fahrtauglichkeit

  • Angehörigen- und Selbsthilfegruppen

Kostenträger

Die Kostenübernahme für die Rehabilitation im NTC Hamburg erfolgt auf zwei Wegen. Bei Patienten, die noch berufstätig sind, erstatten BfA (Bundesversicherungsanstalt für Arbeit) oder LVA (Landesversicherungsanstalt) eine Rehabilitationsbehandlung über drei oder vier Wochen, die täglich stattfindet. Denn die Erkrankten sollen auf diese Weise wieder in den Arbeitsalltag eingegliedert werden bzw. einen therapeutischen Ausgleich zu ihrem Arbeitsalltag erhalten, um ihre Arbeitsfähigkeit so lang wie möglich zu erhalten. Bei Patienten, die bereits berentet sind, übernehmen die Krankenkassen nach entsprechendem Antrag die Kosten für 20 Tage, wobei die Behandlung auch an ein, zwei oder drei Tagen pro Woche durchgeführt werden kann.

Weitere Informationen

Reha-Zentrum Berliner Tor
Neurologisches Therapiecentrum (NTC)
Jungestr.10
20535 Hamburg

Telefon: (040) 25 30 63 - 10

Internet:Reha-Zentrum Berliner Tor

Auf der Homepage des NTC Hamburg finden sich weitere Hinweise zum umfangreichen diagnostischen und therapeutischen Gesamtangebot, zu den Voraussetzungen der ambulanten Behandlung und zur Aufnahme in das Therapiecentrum. Zudem ist die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschrieben.



BSMO Redaktion




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