Redox-Serum-Analyse
Die Redox-Serum-Analyse (RSA)
In jedem Organismus entstehen bei Stoffwechselvorgängen so genannte Radikale. Das sind Moleküle, die stark oxidierende Eigenschaften besitzen und durch chemische Reaktionen Zellen oder Gewebsbestandteile schädigen können. Aus diesem Grund besitzt der menschliche Körper natürlicherweise antioxidative Schutzmechanismen. Es ist umstritten, ob Radikale zum Entstehen von Krankheiten beitragen und ob ein Unschädlichmachen dieser Teilchen durch die Gabe von Antioxidantien (z.B. Vitaminen) Krankheiten vermeiden oder heilen kann.
Redox-Serum-Analyse
Die Vertreter der Redox-Serum-Analyse (RSA) gehen davon aus, dass chronische Krankheiten, wie die Multiple Sklerose, durch einen Mangel an Antioxidantien und dem daraus resultierenden Überschuss an freien Radikalen verursacht werden. Mit Hilfe der RSA (dazu werden Blutproben entnommen und untersucht) sollen die antioxidativen Defizite aufgespürt und bestimmt werden. Mit einer individuell zusammengestellten Vitalstoff-Kombination, bestehend aus Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren, sollen die diagnostizierten Defizite ausgeglichen werden. Auf diese Weise wollen die Vertreter der RSA Krankheiten wie MS lindern, wenn nicht sogar heilen.
Die Wirkungsweise der Vitalstoff-Zusatztherapie für die Behandlung der MS ist derzeit wissenschaftlich nicht belegt. Die meisten Ärzte und Wissenschaftler bezweifeln aber eine positive Auswirkung der Zusatztherapie auf die Erkrankung. Hinzu kommt, dass die Vitaminpräparate in den hohen Dosierungen, in denen sie verabreicht werden, meistens nicht vollständig von unserem Körper genutzt werden können: Für wasserlösliche Vitamine beispielsweise hat der menschliche Körper ein tägliches Aufnahmelimit darüber hinausgehende Mengen werden ignoriert. Fettlösliche Vitamine können in die Tagesdosis stark überschreitenden Mengen sogar schädlich sein. Das Motto mehr gleich besser" stimmt hier also nicht. Überschüssiges Vitamin wird (im besten Falle) einfach ausgeschieden und hat keinen heilenden" Effekt.
Hohe Kosten
Hinzu kommt, dass eine RSA durch Fachlabore recht teuer ist. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern müssen vom Patienten selbst getragen werden. Anbieter der RSA raten zu regelmäßig wiederholten und gesondert in Rechnung gestellten Kontrollmessungen, um die Fortschritte und eventuell notwendige Korrekturen der Vitalstoff-Kombinationsbehandlung zu überprüfen. Ein individuell zusammengestellter Vitalstoff-Zusatzplan wird ebenfalls in Rechnung gestellt. Auch der Erwerb der entsprechenden Vitalstoff-Präparate ist meist nicht ganz billig. Insgesamt eine ziemlich kostspielige Angelegenheit ohne nachgewiesene Wirkung.
Fazit
Eine ausgeglichene Ernährung mit einem gesunden Anteil an Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Spurenelementen und Mineralien vermeidet Mangelerscheinungen und ist für das Wohlbefinden eines jedes Menschen förderlich und wichtig. Es ist jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen, dass eine Messung des Redoxpotentials und eine daraus folgende Zusatztherapie mit Vitalstoffen" einen Nutzen bei der Vermeidung oder Heilung von Krankheiten liefert.
BSMO Redaktion





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