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Zukunft




Die Erkrankung akzeptieren

Familie im Grünen

In dem Moment, in dem Sie diese Sätze lesen, sind Sie vielleicht noch weit davon entfernt, Ihre Krankheit zu akzeptieren, vielleicht glauben Sie sogar, dass Sie niemals dahin kommen werden, und schon der Gedanke daran macht Sie wütend.

Ein erster Schritt, um die Krankheit zu akzeptieren und in Ihr Leben einzufügen, ist, dass man darüber spricht und zugibt, dass man vielleicht Hilfe braucht. Auf diesem Wege werden Sie lernen, die Krankheit Stück für Stück zu verarbeiten und damit zu leben. Immer aber braucht es Zeit, bis man mit einer chronischen Erkrankung zurechtkommt, und einige Menschen brauchen mehr Zeit als andere. Auch Ihre Familie und Freunde benötigen Zeit, Hinwendung und Unterstützung, um den Umgang mit der veränderten Situation zu lernen. Letztendlich kann die Krankheit dazu führen, dass Sie neue Interessen bei sich entdecken und manches mehr Bedeutung bekommt, als es bisher hatte.

Verborgene Symptome

Es gibt Symptome, wie Müdigkeit oder Schmerzen, die man ohne weiteres vor der Umwelt verbergen kann. Das kann allerdings dazu führen, dass Ihre Umgebung Ihnen mehr zumutet als Sie zu diesem Zeitpunkt leisten können, und Ihnen vielleicht Mangel an Initiative oder Bequemlichkeit vorwirft. Manche Menschen zeigen wenig Verständnis dafür, wenn Sie „den ganzen Tag nichts tun". Abgesehen davon, daß Sie das vielleicht selbst nur schwer akzeptieren können, scheint Ihr Verhalten, zumindest soweit es die Menschen in Ihrer Umgebung betrifft, als unpassend.

Bemerkungen und Reaktionen anderer können für Sie zum Stressfaktor werden. Machen Sie Ihrer Umwelt klar, dass Sie unter diesen Symptomen leiden, auch wenn man es Ihnen nicht ansieht. Manchmal hilft es auch, sich über seine Zweifel und Belastungen mit anderen MS-Betroffenen auszutauschen. Wenn Sie hören, wie andere mit sich selbst und mit Ihrer Umwelt zurechtkommen, werden Sie klarere Vorstellungen entwickeln können und der Situation besser gewachsen sein.

Wie schwer eine Bitte um Hilfe sein kann

Es ist oft schwierig, einen Freund, den Sozialarbeiter oder jemand anderen um Hilfe zu bitten. Vielleicht haben Sie es sich selbst noch gar nicht eingestanden, dass das notwendig ist, vielleicht möchten Sie auch niemanden mit Ihren Problemen belästigen oder Sie wissen gar nicht, wo Sie die nötige Hilfe finden können. Eine Bitte um Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen persönlicher und sozialer Stärke. Probleme sind weniger belastend, wenn man mit jemandem darüber sprechen kann. Man kann gemeinsam eine Lösung finden.

Es ist wichtig, sich früh um professionelle Hilfe zu bemühen, damit bestimmte Probleme gar nicht erst entstehen. Ihr Arzt, MS-Selbsthilfegruppen oder Sozialarbeiter können Sie hier unterstützen und informieren, wie und wo Sie weitere professionelle Hilfe bekommen können.



BSMO Redaktion




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