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Wie wird die Fatique erkannt?

Infektionssprechstunden haben viel Erfahrung mit Pilzpatientinnen

Viele Patienten mit Multipler Sklerose sehen die Fatigue zunächst nicht als eigenständiges Symptom ihrer Erkrankung an. Dennoch sollten Sie mit ihrem Arzt über ihre Erschöpfungszustände reden.

Ärzte haben in der Regel zwei Möglichkeiten, eine Fatigue zu diagnostizieren, von der viele Patienten mit Multipler Sklerose (MS) betroffen sind. Es stehen sowohl subjektive als auch objektive Methoden zur Verfügung.

Fatigue Severity Scale

Bei den subjektiven Methoden wird ein standardisierter, neuropsychologischer Fragebogen zur Leistungsfähigkeit und Ermüdbarkeit ausgefüllt. Häufig eingesetzt wird die „Fatigue Severity Scale" (FSS). Diese wurde speziell entwickelt, um die Fatigue von einer Depression zu unterscheiden, weil beide Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen einhergehen können.



Die FSS enthält neun Aussagen, bei denen der Patient jeweils eine Beurteilung von 1 („trifft nicht zu") bis 7 („trifft zu") abgeben soll.


tabelle1


Anschließend werden alle Werte addiert und durch neun geteilt. Liegt der Mittelwert bei vier oder darüber, spricht dies für das Vorliegen einer Fatigue.



Objektive Messmethoden

Zu den objektiven Messmethoden, die nicht auf den subjektiven Angaben des Patienten basieren, gehören beispielsweise Muskelkontraktionstests, die eine mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit dokumentieren. Zudem kann mit Hilfe von Gedächtnis- und Konzentrationstest die geistige Leistungsfähigkeit erfasst werden.

Andere Ursachen ausschließen

Darüber hinaus ist es wichtig, alle Faktoren zu untersuchen, die eine sekundäre Fatigue zur Folge haben können, welche nicht direkt auf die MS zurückzuführen ist. Zu ihnen gehören Infektionen, Medikamente, Schlafstörungen, Depression, Schmerzen, Stress, Atemprobleme oder Bewegungsmangel.



Quellen:

MS in focus. Multiple Sclerosis International Federation 2003;1:14-6

Fatigue – Energiemanager. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft 2004:4




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