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Häufigkeit




Eine häufige Erkrankung?

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Die Multiple Sklerose gibt viele Rätsel auf. Auf der Suche nach den Ursachen stellen Alter, Geschlecht und vor allem Lebensraum wichtige Faktoren dar.


Das Alter

In punkto Alter ergibt sich eine recht eindeutige Sachlage: In den allermeisten Fällen bricht die Krankheit zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Jeder 2. Patient wird mit den Symptomen vor dem 30. Lebensjahr konfrontiert. Bei der anderen Hälfte zeigt sich das Leiden zwischen dem 40. und 50 Lebensjahr beziehungsweise zwischen 40 und 55. Insgesamt tritt die Krankheit bei 90 Prozent aller Patienten zwischen dem 15 und dem 60. Lebensjahr das erste Mal in Erscheinung. Im Kindes- und Seniorenalter ist die Multiple Sklerose nur selten im Stadium der Ersterkrankung zu finden.

Geschlechtsunterschiede

Frauen sind zwei- bis sogar dreimal häufiger von der Multiplen Sklerose betroffen als Männer. Warum das so ist, weiß man nicht, aber es wird vermutet, dass hormonelle Einflüsse dafür verantwortlich sind. Denn: Tritt die MS erst nach dem 40. Lebensjahr auf, betrifft sie Frauen wie Männer gleichermaßen häufig.

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Globale Verteilung

Ein wesentlicher Faktor für die Suche nach möglichen Ursachen sind epidemiologische Forschungen, die das Auftreten von MS weltweit untersuchen. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Generell lässt sich sagen, dass die Krankheit eher in Ländern mit gemäßigtem Klima als in wärmeren Regionen verbreitet ist. Allerdings trifft das nicht für den ganzen Globus zu. Es ist eher so, dass es eine Häufung von MS-Kranken in den kühleren Klimazonen der nördlichen Hemisphäre gibt – und zwar vor allem in Gebieten, die zwischen dem 40. und dem 60. Breitengrad liegen.

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MS-Fälle auf je 100.000 Einwohner:

Nordeuropa und Nordamerikaca. 80 bis 100 Betroffene
Europa, Durchschnittca. 100 bis 140 Betroffene
Südeuropaca. 50 Betroffene
Teile Schottlandsca. 200 Betroffene
Orkney-Inselnca. 300 Betroffene
Maltaca. 4 Betroffene

Betrachtet man die Erkrankungshäufigkeit auf der südlichen Halbkugel, so stellt man fest, dass sie immer seltener wird: Unter den schwarzen Afrikanern kommt die Krankheit praktisch gar nicht vor und unter den weißen Südafrikanern bekommen lediglich 10 Menschen von 100.000 MS.

Die schwarze Bevölkerung der USA wiederum erkrankt nur halb so häufig wie die weiße Bevölkerung. Bantus, Eskimos, Lappen, ungarische Zigeuner oder Aborigines sind nie oder nur sehr selten von diesem Leiden betroffen. Die ethnische Verteilung hat wohl dazu geführt, dass MS auch als "Last des weißen Mannes" bezeichnet wird.

Aspekte wie Klima, erbliche Faktoren, kulturelle Gewohnheiten sowie die Ernährung werden zur Erklärung herbeigezogen. Doch wirkliche Ergebnisse geben sie allesamt nicht her, denn auch innerhalb eines einzigen Landes schwanken die Zahlen.

Interessante Ergebnisse wurden auch bei den schwierigen Untersuchungen von Auswander-Familien gemacht. "Frische" Auswanderer scheinen auch in der neuen Heimat noch das gleiche Erkrankungs-Risiko wie in ihrem Herkunftsland zu haben. Die Kinder dieser Auswanderer jedoch passen sich offenbar den Bedingungen der neuen Heimat an, vorausgesetzt sie sind vor dem Erreichen des 15. Lebensjahrs immigriert.



BSMO Redaktion




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