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Ursachen der MS




Ursachen der Multiplen Sklerose

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Zur Lüftung des Geheimnisses um die Entstehung der Multiplen Sklerose wird weltweit intensiv geforscht. Noch ist unbekannt, welche Faktoren genau die Erkrankung zum Ausbrechen bringen. Es gibt jedoch richtungsweisende Vermutungen.

Die Mediziner nehmen an, dass die Infektion mit einem normalerweise harmlosen Virus in frühem Kindes- oder Jugendalter eine der Ursachen für die fehlgeleitete Aktivität des Immunsystems bei der MS sein könnte. Viele Erreger sind schon im Verdacht gewesen, potenziell mitverantwortlich zu sein, zuletzt Campylobacter oder das Herpes-Virus 6, auch immer wieder das Ebstein-Barr-Virus.

Allerdings – so lautet die aktuelle Meinung – geht man davon aus, dass mehrere Bedingungen und Einflüsse zusammentreffen müssen, um eine MS auszulösen. Mit den „verdächtigten" Erregern kommt fast jeder irgendwann einmal in Kontakt. Vielleicht sind es sogar mehrere Erreger, die dazu führen können. Es wird auch stark angenommen, dass die Betroffenen zusätzlich bestimmte erbliche Voraussetzungen mit sich tragen müssen. Bei der Krankheitsentstehung handelt es sich also am ehesten um ein Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung, dem Kontakt mit bestimmten Krankheitserregern und vermutlich weiteren Umwelteinflüssen.

Interessant sind die Ergebnisse einiger Studien, die das MS-Erkrankungsrisiko von Auswanderern und ihren Kindern untersucht haben. So wird in einer dieser Studien berichtet, dass die MS bis 1943 auf den Faröer-Inseln praktisch unbekannt war. Erst acht bis zwölf Jahre nach der Besetzung durch britische Truppen traten dort die ersten Fälle der Erkrankung auf. So kann natürlich die Frage gestellt werden, ob womöglich bestimmte Erreger als Mitauslöser im weitesten Sinne von den Briten „mitgebracht" wurden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei der MS um eine sogenannte multifaktorielle, also durch mehrere gleichzeitig vorliegende Bedingungen ausgelöste Erkrankung handelt.



bsmo Redaktion




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