Infektion
Ist eine MS ansteckend?
Ein klares Nein" die Multiple Sklerose ist keine ansteckende Erkankung. Dennoch ist die Angst vor einer "Ansteckung" immer wieder anzutreffen, wahrscheinlich als Folge des Wissens, dass es sich bei der MS um eine entzündliche Erkrankung handelt. Doch obwohl angenommen wird, dass verschiedene Krankheitserreger bei der Entsehung der MS eine Rolle spielen, gibt es keinen Anhalt dafür, dass man sich wie bei einer Infektion bei einem MS-Patienten anstecken kann. Bisher konnte nicht beobachtet werden, dass für Menschen, die in engem Kontakt mit Patienten stehen, ein höheres Risiko besteht, selbst zu erkranken: Neurologen, Ärzte allgemein, Pflegepersonal, Ehepartner oder Freunde sind nicht häufiger betroffen als andere. Diese Besorgnis kann Angehörigen und Freunden sicher genommen werden.
Man nimmt an, dass der Kontakt mit harmlosen, unbekannten Krankheitserregern lange vor Ausbruch der MS bestimmte Immunzellen aktiviert. Wahrscheinlich bestehen Ähnlichkeiten zwischen den Erregern und bestimmten Bestandteilen der Myelinschicht der Nervenzellen, die dann plötzlich vom Immunsystem als körperfremd wiedererkannt werden. Diese Fehlerkennung löst eine Kette von immunologischen Prozessen aus, die eine Multiple Sklerose bedingen kann. Dies ist aber nur ein möglicher Faktor von vielen, die zusammentreffen müssen. Es wird also vermutet, dass es sich bei einer solchen Infektion nur um eine der krankheitsauslösenden Vorbedingungen handelt.
Weiter gilt, dass MS-Patienten sich selbst vor Infektionen aller Art so gut wie möglich schützen sollten, da diese einen Schub provozieren können.
BSMO Redaktion





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