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Prognose




Prognose und Krankheitsentwicklung der MS

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Die Diagnose Multiple Sklerose muss erst einmal verarbeitet werden. Natürlich möchte jeder Betroffene wissen, was auf ihn zukommen wird. Verständlicherweise - doch genau hier liegt eine der vielen Schwierigkeiten im Umgang mit dieser Erkrankung: die Multiple Sklerose verläuft bei jedem Patienten anders. Dabei kommt es z.B. darauf an, in welchem Bereich des zentralen Nervensystems die Entzündung lokalisiert ist, was für eine Ausbreitung sie hat und in welchem Maße sie wieder abklingt. Ängste können auftreten, ob und wie stark Schädigungen und Behinderungen nach einem Schub zurückbleiben werden. Daher ist es selbst für erfahrenere Spezialisten im Einzelfall kaum möglich, eine exakte Prognose über die weitere Entwicklung der Krankheit zu treffen. Ein Umstand, der eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen darstellt.

Verlauf

Bei vielen Patienten verläuft die Erkrankung gutartig. Das bedeutet: die Entzündungen gehen weitestgehend zurück und die Symptome klingen vollständig ab oder bleiben nur in geringer Ausprägung bestehen. Um einen gutartigen Verlauf handelt es sich, wenn insgesamt nur ein oder wenige Schübe auftreten, die keine dauerhaften Beschwerden hinterlassen. So sind- auch 15 Jahre nach der Erstdiagnose - viele Betroffene noch frei von nennenswerten Behinderungen.

Weit verbreitet sind Ängste und Vorstellungen, dass eine Multiple Sklerose zwangsläufig ein Leben im Rollstuhl bedeutet: 4 von 5 aller Patienten können auch zehn Jahre nach der Erstdiagnose noch laufen. Vielen Betroffenen merkt man ihre Krankheit gar nicht oder nur wenig an. Nahezu die Hälfte aller Patienten kann auf lange Sicht mit einer günstigen Entwicklung rechnen, die ohne schwerwiegende Beeinträchtigungen verläuft.

Viel seltener sieht man andere Krankheitsentwicklungen – den ungünstigeren, oder wie die Mediziner ihn nennen: malignen Verlauf. Solch einer besteht, wenn die Symptome sehr stark ausgeprägt sind, rasch zunehmen und zu einer schwerwiegenden Behinderung oder sehr selten sogar zum Tode führen. Es gibt bislang keine Erklärung, warum einige Patienten über einen langen Zeitraum relativ beschwerdefrei bleiben und andere innerhalb weniger Jahre starke Einschränkungen erfahren.

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Letztendlich hat die Erkrankung kaum Einfluss auf die Lebenserwartung. Die meisten MS-Patienten sterben an denselben "natürlichen" Todesursachen wie der Rest der Bevölkerung – an Herzanfällen, Krebserkrankungen oder Schlaganfällen. Plaques im Gehirn als Todesursache sind extrem selten.



BSMO Redaktion




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