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Testen Sie Ihre Mobilität




Die gängigsten Mobilitäts-Tests im Überblick

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Mobilitäts-Tests wurden entwickelt, damit Sie und Ihr Arzt beobachten können, ob sich Ihre Mobilität verändert und wie sie sich verändert. Wie sehen diese Tests aus und was muss ich da machen?

8-Meter-Gehen mit Zeitmessung
Beim Test "8-Meter-Gehen mit Zeitmessung" wird die Gehgeschwindigkeit gemessen.
Der durchführende Arzt, die Schwester oder der Physiotherapeut legt eine Strecke von ca. 8 Metern fest und zeigt Ihnen, wo die Strecke endet. Sie werden gebeten, die 8 Meter so schnell wie möglich, bei voller Trittsicherheit, zurückzulegen. Gemessen wird, wie lange Sie bis zur Ziellinie brauchen.
Anschließend werden Sie gebeten, die Strecke in der umgekehrten Richtung zurückzulegen.
Gehen Sie mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und werden Sie erst langsamer, wenn Sie die Ziellinie überquert haben. Falls nötig, können Sie Pausen einlegen. Wenn Sie normalerweise eine Gehhilfe benutzen, einen Gehstock zum Beispiel, können Sie ihn natürlich verwenden. Sie dürfen sich aber nicht an der Wand abstützen oder beim Tester einhaken. Tragen Sie am besten bequeme Schuhe beim Test.


10-Meter-Gehtest
Beim 10-Meter-Gehtest wird Ihre Gehgeschwindigkeit über eine kurze Distanz gemessen.
Auf dem Boden wird eine 10-Meter-Strecke gut erkennbar eingezeichnet. Sie werden gebeten, ca. 1 Meter vor der Startlinie zu starten und in einer für Sie angenehmen Geschwindigkeit bis ca. 1 Meter hinter die Ziellinie zu gehen. Der Tester stoppt, wie lange Sie für die zehn Meter brauchen. Manche Tester wiederholen den Test drei Mal und berechnen die Durchschnittszeit.
Wenn Sie normalerweise eine Gehhilfe benutzen, einen Gehstock zum Beispiel, können Sie ihn natürlich während des Tests verwenden. Der Tester notiert Ihre Zeit für die zehn Meter und/oder berechnet Ihre Geschwindigkeit.


6-Minuten-Gehtest
Beim 6-Minuten-Gehtest wird gemessen, wie weit Sie auf einem flachen, harten Untergrund in 6 Minuten gehen können. Dazu wird eine 30-Meter-Strecke mit Markierungen im Abstand von 3 Metern gekennzeichnet. An beiden Enden der Strecke werden Umkehrpunkte gesetzt, oft durch einen Verkehrskegel oder einen Stuhl. Die Startlinie der 60-Meter-Runde wird auf dem Boden eingezeichnet.
Meistens wird dieser Test drinnen, auf einem langen Flur etwa, durchgeführt. Bei schönem Wetter kann er auch im Freien stattfinden.
Sie werden gebeten, den Rundkurs abzugehen. Sie sollten in einer für Sie angenehmen Geschwindigkeit gehen und dabei eine möglichst lange Strecke zurückzulegen.

6 Minuten kann eine ziemlich lange Zeit sein, deshalb dürfen Sie langsamer werden, anhalten oder bei Bedarf auch Pausen einlegen. Sie dürfen sich auch an die Wand lehnen, sollten aber weitergehen, sobald Sie dazu wieder in der Lage sind.
Sie werden gebeten, den Rundkurs alleine abzugehen, damit Ihre Geschwindigkeit nicht von anderen beeinflusst wird. Der Tester zählt die von Ihnen zurückgelegten Runden und gibt laut jede vergangene Minute an. Nach 6 Minuten dürfen Sie anhalten und die von Ihnen zurückgelegte Strecke wird gemessen.
Für dieses Testverfahren gibt es Variationen. Manchmal wird gemessen, wie weit Sie in 2 Minuten gehen können, manchmal wird auch anstelle eines runden ein rechteckiger Kurs vorgegeben.


6-Punkte-Schritt-Test
Beim 6-Punkte-Schritt-Test wird die Gehfähigkeit anhand Ihrer Geschwindigkeit, Koordination und Ihres Gleichgewichts geprüft. Es wird ein Rechteck mit den Abmessungen 1 Meter x 5 Meter eingezeichnet, in dem sich 5 Kreise befinden. In jedem Kreis steht ein zylindrischer Block.
Sie sollen so schnell wie möglich von einem Ende zum anderen gehen und dabei die zylindrischen Blöcke mit dem Fuß aus den Kreisen stoßen. Es wird gemessen, wie lange Sie dafür brauchen.


Aufstehen-und-Gehen-Test mit Zeitmessung
Der Aufstehen-und-Gehen-Test mit Zeitmessung wird zur Einschätzung Ihrer Mobilität und eines möglichen Sturzrisikos durchgeführt.
Die Tester stellen einen Lehnstuhl mit Armlehnen auf. In 3 Metern Entfernung vom Stuhl wird eine eindeutig sichtbare Markierung gesetzt. Sie beginnen den Test aufrecht sitzend an die Stuhllehne angelehnt. Nach dem Startzeichen müssen Sie aufstehen, zur Markierung auf dem Boden gehen, dort umkehren, zum Stuhl zurückkehren, sich wieder hinsetzen und mit dem Rücken anlehnen.

Die Dauer vom Startzeichen bis zu dem Zeitpunkt, bis Sie wieder sitzen, wird gemessen. Vor dem eigentlichen Test wird meistens ein Probelauf ohne Zeitmessung durchgeführt. Gehen Sie also in Ihrer normalen Geschwindigkeit und legen Sie bei Bedarf Pausen ein.
Wenn Sie im Alltag eine Gehhilfe benutzen, einen Gehstock zum Beispiel, können Sie ihn natürlich während des Tests verwenden. Eine Hilfestellung durch andere Personen ist jedoch nicht gestattet.


Multiple Sklerose-Gehskala
Mit der Multiple Sklerose-Gehskala wird die Gehfähigkeit gemessen. Der Tester bittet Sie, einen Fragebogen über Ihre MS-Erkrankung und Ihre Gehfähigkeit auszufüllen. In den 12 Fragen dürfen Sie selbst einschätzen, wie sich die MS auf Ihre Gehfähigkeit auswirkt. Dabei verwenden Sie eine Werteskala, die von "Überhaupt nicht" bis "Sehr stark" reicht.
Hier sind einige Beispiele für die gestellten Fragen:

  • Welchen Einfluss hatte Ihre MS-Erkrankung in den letzten beiden Wochen darauf, wie weit Sie gehen konnten?

  • Wie hat die MS Sie in den letzten beiden Wochen bei Tätigkeiten im Stehen beeinträchtigt?

  • Wie stark mussten Sie sich in den letzten beiden Wochen aufgrund der MS-Erkrankung auf das Gehen konzentrieren?

Alle Antworten werden für ein Gesamtergebnis zusammengerechnet. Je höher dieser Wert ausfällt, desto größer ist die Beeinträchtigung Ihrer Gehfähigkeit.


EDSS-Skala
Mithilfe der EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale) wird Ihre körperliche Verfassung geprüft und bewertet. Bei einer Untersuchung prüft der Arzt Ihren Allgemeinzustand und im Besonderen einzelne Funktionen wie Sehfähigkeit, sensorische Wahrnehmungen und Ihre Darm- und Blasenfunktion.
Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Wert. Der Wert "1" bedeutet "keine Beeinträchtigung", bei einem Wert von "6" sind zur Fortbewegung Hilfsmittel, beispielsweise ein Gehstock, erforderlich. Der Wert "9" steht für Bettlägerigkeit.

Bitte beachten Sie, dass 75% aller MS-Patienten nie einen Rollstuhl verwenden müssen. Werte von über 6 sind also äußerst selten.


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bsmo - Redaktion



Quelle:
www.mult-sclerosis.org/msprognosis




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