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Curcumin gegen Multiple Sklerose

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Curcumin, ein Bestandteil der Gewürzpflanze Curcuma longa (Kurkuma), kann sich günstig auf den Verlauf von Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Diabetes mellitus Typ 1, rheumatoide Arthritis, Schuppenflechte oder entzündliche Darmerkrankungen auswirken. Doch der Einsatz der isolierten Reinsubstanz sollte mit Vorsicht erfolgen.

Kurkuma, ein leuchtend gelbes Gewürz, wird unter anderem zur Herstellung von Curry verwendet. Es wird aus den dicht über dem Boden wachsenden Sprossverzweigungen (Rhizom) der Pflanze gewonnen. Wie seit einigen Jahren bekannt ist, beeinflusst Curcumin die Funktion des Immunsystems. Es moduliert die Aktivation von B- und T-Zellen, Makrophagen und anderen Immunzellen und verringert die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen wie den sogenannten Interleukinen (IL) 1, 2, 6, 8 und 12, Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha) und Interferon-gamma (IFN-gamma).

Von Patienten mit Autoimmunerkrankungen werden Curcumin und andere Nahrungsbestandteile gerne ergänzend zur medikamentösen Behandlung eingenommen, um den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Tatsächlich konnte in den letzten Jahren ein entsprechender Effekt für Curcumin nachgewiesen werden.

In einem aktuellen Übersichtsartikel wird jedoch davor gewarnt, den positiven Effekt, den Curcumin als Gewürzbestandteil entfaltet, unkritisch auf die aus Kurkuma isolierte, inzwischen aber auch chemisch erzeugbare Reinsubstanz zu übertragen. Zwischen einer langfristigen Anwendung als Nahrungsbestandteil und dem Einsatz als konzentriertes Medikament bestünden erhebliche Unterschiede. Erst eine umfassende pharmakologische Prüfung erlaube es, Nutzen und Risiken der Substanz abzuschätzen. Bevor dies nicht erfolgt sei, sollte Curcumin deshalb nicht als Arzneimittel eingesetzt werden. (jg)



Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschriften Journal of clinical immunology und Advances in experimental medicine and biology, Juli 2007




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