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Studie: Ausdauertraining bremst Alterung der Blutgefäße

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26.02.2010 - Wer sich über längere Zeit mit Ausdauertraining fit hält, verlangsamt den Alterungsprozess der Zellen seines Blutgefäßsystems. Grund: Sportliche Aktivitäten aktiviert ein Enzym, welches den Zell-Alterungsprozess beeinflusst.

Ausdauersport verzögert den Alterungsprozess der Zellen des Blutgefäßsystems. Warum das so ist, zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer Studie von Dr. med. Christian Werner vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar. Für seine Arbeit "Sportliche Aktivität beeinflusst die Telomer-Biologie und reduziert Alterungsvorgänge in zirkulierenden mononukleären Zellen und in der Gefäßwand" erhielt der Wissenschaftler 2009 den mit 15 000 Euro dotierten August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis der Deutschen Stiftung für Herzforschung.

Eine wichtige Rolle beim Alterungsprozess von Zellen spielen die Enden der Chromosomen, die als Telomere bezeichnet werden. So ging der Medizin-Nobelpreis 2009 an drei amerikanische Forscher für ihre Entdeckung, wie Chromosomen durch Telomere und das Enzym Telomerase geschützt werden.

Die Arbeit von Dr. Christian Werner konnte sowohl experimentell als auch in einer Studie mit Sportlern und Nicht-Sportlern verschiedenen Alters erstmals zeigen, dass Ausdauertraining das Enzym Telomerase in Blutzellen aktiviert. Dieser Effekt tritt bereits bei jungen Athleten auf und setzt sich bis in höhere Altersgruppen fort. Während sich bei älteren Nicht-Sportlern - als Ausdruck des Zell-Alterungsprozesses -deutlich verkürzte Telomere fanden, war die Telomer-Länge bei den älteren Sportlern messbar weniger verkürzt und damit "konserviert".

"Die von Dr. Christian Werner vorgelegten Forschungsergebnisse an jungen und älteren Athleten sowie an nicht-sportlichen Kontrollpersonen helfen zu erklären, welche molekularen Mechanismen hinter den positiven Effekten von Ausdauersport auf das Herz-Kreislauf-System stehen", so Prof. Dr. med. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung. "Sie sind für die Vorsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hochrelevant, da das Altern der Hauptrisikofaktor für deren Entstehung ist."

Der August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis wird alljährlich von der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der patientennahen Herz-Kreislaufforschung verliehen. Als Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung fördert die DSHF Projekte von hohem wissenschaftlichem Niveau in der klinischen Forschung und Grundlagenforschung.



bsmo - Redaktion



Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung




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