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Impfungen




Impfungen – Was gilt es für MS-Patienten zu beachten?

Frau wird geimpft

Leider gibt es bislang nicht für jeden Impfstoff ausreichend gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine eindeutige Aussage erlauben, ob er für MS-Patienten geeignet ist oder nicht. Denn Impfungen haben einen Einfluss auf das Immunsystem und können in seltenen Einzelfällen selbst bei gesunden Patienten Entzündungen verschiedener Art im Nervensystem hervorrufen.

Dabei gelten – je nach Impfstoff – verschiedene Richtlinien und verschiedene Meinungen: Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Grippe, FSME wie auch Hepatitis A und B werden in der Regel als unbedenklich angesehen. Impfungen mit so genannten Lebendimpfstoffen werden hingegen als problematisch erachtet. Was die Impfung gegen Kinderlähmung betrifft, so rät man MS-Patienten von der Poliolebendimpfung ab, alternativ kann aber ein Totimpfstoff verwendet werden. Gleiches gilt für die Impfung gegen Cholera.

Impfungen gegen Gelbfieber oder Röteln sollten nur bei dringender Indikation erfolgen.
In Hinblick auf Tollwut gilt: Da der Ausbruch von Tollwut zum Tode führt, ist eine Tollwutimpfung bei Erkrankungsverdacht unerlässlich.

Im Einzelfall muss abgewogen werden

Im Grunde muss der Arzt gemeinsam mit dem Patienten individuell abwägen, was im Einzelfall wichtiger ist: der Schutz vor einer möglichen Infektion oder der Schutz des Körpers vor dem Auslösen eines möglichen Schubes durch die Impfung.

Generell empfiehlt es sich, Impfungen möglichst dann durchzuführen, wenn sich der Patient in einer stabilen Krankheitsphase befindet. Macht er gerade einen akuten Schub durch, sollten Impfungen jeder Art nach Möglichkeit vermieden werden. In so einem Fall ist es ratsam, lieber eine Fernreise verschieben, als seinen Gesundheitszustand zusätzlich zu gefährden.

MS-Service-Center Hotline aus dem Ausland

Sie sind unterwegs auf Reisen und haben eine dringende Frage? Sie können das MS-Service-Center Team auch aus dem Ausland erreichen! Wie gewohnt wochentags zwischen 08.00 und 20.00 Uhr. Es gibt zwei verschiedene Hotlines, wenn Sie nicht aus Deutschland anrufen:

Sie rufen aus der Schweiz oder Österreich an?
Dann wählen Sie: 00800 00 30 77 30 oder
Fax: 00800 00 30 77 40 (beide gebührenfrei)

Sie rufen aus dem Ausland an (nicht Schweiz oder Österreich)?
Dann wählen Sie: 0049 - 30 - 726 227 777 (Gebühren gemäß den Tarifen des gewähltem Telefondienstleisters.)



BSMO Redaktion




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